Kriminalität

Jugendliche schlagen und bespucken Busfahrer

Bei erneuten Attacken auf Berliner Busfahrer haben beide Opfer Verletzungen erlitten und mussten sich im Krankenhaus behandeln lassen. Während in einem Fall der Täter flüchten konnte, wurden im anderen drei Jugendliche festgenommen.

Am Dienstagnachmittag schlugen zwei Männer auf einen 51 Jahre alten Busfahrer der Linie 194 ein, als er von der Haltestelle Gensinger Straße in Berlin-Friedrichsfelde losfuhr, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatten sie ihn lautstark beleidigt und angeschrien. Als der Fahrer nach dem Grund fragte, griff einer der beiden Männer um die Sicherheitsscheibe und boxte ihn auf die Brust. Der Fahrer hielt den Bus an und drückte den Alarmknopf; die Täter konnten aber flüchten.

Ähnlich erging es einem Busfahrer der Linie M33 in Berlin-Tegel, der in der Nacht zu Mittwoch von drei Jugendlichen beleidigt und geschlagen wurde. Der 49 Jahre alte Fahrer wollte eine 17-Jährige und ihre beiden Begleiter an der Haltestelle U-Bahnhof Alt-Tegel aus dem Bus werfen, weil sie ihn mehrfach beleidigt hatten. Daraufhin schlugen und bespuckten der 16- und 17-Jährige ihn. Anschließend flüchteten sie. Die bereits alarmierte Polizei nahm die drei Jugendlichen noch in der Nähe des Tatortes fest. Sie werden wegen Körperverletzung und Beleidigung angezeigt. Der Busfahrer wurde im Krankenhaus behandelt.

Angriffe auf Busfahrer häufen sich bereits seit Jahren. Zuletzt schlug im März ein Fahrgast in Berlin-Britz auf einen Busfahrer ein. Zwei weitere Vorfälle dieser Art ereigneten sich wenig später in Berlin-Tiergarten und am Potsdamer Platz.

Ende Februar zog der sogenannte Runde Tisch gegen Gewalt in Bussen und Bahnen mit Vertretern von Senat, Polizei und Verkehrsbetrieben eine positive Zwischenbilanz der Maßnahmen. Seit Ende 2009 hätten alle Busse Sicherheitsscheiben hinter dem Fahrersitz. Außerdem hätte die BVG 170 eigene Sicherheitskräfte im Einsatz.

( dpa/sei )