Haufen-Kontrolle

Berliner Grünen stinkt der Hundekot-Vorschlag

Die verkehrspolitischen Sprecherin der Berliner Grünen, Claudia Hämmerling, hat zu Ostern vorgeschlagen, Hartz-IV-Empfänger zur Hundehaufen-Kontrolle einzusetzen. Ihrer Fraktion im Abgeordnetenhaus ist diese Idee aber etwas zu anrüchig. Sie wies den Vorschlag als Einzelmeinung zurück.

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Nach ihrem Vorstoß, Hartz-IV-Empfänger zu Hundedreck-Kontrolleuren zu machen, distanziert sich die Grünen- Fraktion von ihrer verkehrspolitischen Sprecherin Claudia Hämmerling. „Solche Vorschläge sind nicht Bestandteil grüner Politik“, teilte Fraktionschef Volker Ratzmann nun mit. Hämmerling gäbe nicht die Meinung der Fraktion wieder.

Die Verkehrs- und Tierschutzexpertin hatte vorgeschlagen, pro Bezirk mindestens 20 zusätzliche Kräfte für „kleine Ordnungsaufgaben“ einzustellen. So könnten Hartz-IV-Empfänger helfen, Hundehalter zu erwischen, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht wegräumen.

Hämmerling plädiert zudem für die Einführung eines Hundeführerscheins. „Es gibt Hundehalter, die sollten nicht mal ein Meerschwein halten“, sagte sie. Wer kein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen könne, dürfe dann auch keinen Hund halten.