Europäische Clubnacht

Außenminister Frank Steinmeier lädt in den Club

Bei der "Europäischen Clubnacht" schwingen heute Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Gäste der 27 EU-Länder in Berlin das Tanzbein. Mehr als 100 DJs und Bands werden in 24 Clubs bei der Europäischen Clubnacht eine musikalische Reise durch die Musikszene Europas zelebrieren.

Foto: AP

Zum dritten Mal eröffnet Bundesaußenminister und Kanzlerkandiat Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin als Schirmherr die "Europäische Clubnacht". Unter dem Motto "Willkommen im Club: 5 Jahre Erweiterung der Europäischen Union – 5 Jahre neue Horizonte" laden 24 Berliner Clubs und mehr als 100 DJs und Bands aus Ländern von Belgien bis Zypern zur interkulturellen Party. Die Veranstaltung ist eine Koproduktion von Auswärtigem Amt, Berliner Clubcommission sowie den Botschaften, Kulturinstituten und Musikexportbüros der 27 EU-Mitgliedsstaaten.

2007 wurde die Europäische Clubnacht anlässlich des 50. Geburtstags der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) erfunden. Dieses Jahr liegt der Fokus des Events auf der Europäischen Osterweiterung: "Ohne unsere östlichen Nachbarn hätte es keinen Fall der Mauer und keine Wiedervereinigung in Deutschland gegeben. Ohne die Erweiterung der Europäischen Union um unsere östlichen Nachbarn und Partner wäre Europa immer noch ein Torso", schreibt Außenminister Steinmeier in einem Grußwort. Vor fünf Jahren habe man die zehn neuen Mitgliedsstaaten im "Club willkommen geheißen", jetzt wolle man gemeinsam feiern.

Für Gastgeber und Gäste ist die Party-Nacht gleichermaßen eine Möglichkeit, etwas über die eigene und die fremde Kultur zu lernen. "Bei vielen Botschaftern weckt die EU-Clubnight Interesse an der eigenen Subkultur", sagt Olaf Kretschmar von der "Berlin Music Commission" und Pressesprecher der Clubcommission. Außerdem könne sich Deutschland abseits des Images der Lederhosenträger als jung, kreativ und dynamisch präsentieren. Er betont die gute Zusammenarbeit zwischen Auswärtigem Amt und Berliner Clubs: "Ohne diese tolle Kooperation wäre es nicht möglich, ein Event dieser Art zu stemmen. Eine ganze Paket Künstler zum Einheitspreis von 12 Euro (Karte gilt für alle Clubs) sind ein Riesen-Schnäppchen", sagt Kretschmar.

Rund 10.000 junge Besucher erwarten die Veranstalter. In vielen Clubs gibt es Liveacts. Die britische Rockband Blood Red Shoes spielt etwa in der Maria am Ostbahnhof. Eine andere Attraktion ist die rumänische Band "Fanfare Ciocarlia", die im Kesselhaus in der Kulturbrauerei (Prenzlauer Berg, 23 Uhr) auftreten wird. Mit Bandmitgliedern aus Mazedonien, Bulgarien, Ungarn, Frankreich und Rumänien steht sie sinnbildlich für die Idee der dritten Europäischen Clubnacht.

Diese Clubs sind dabei: Admiralspalast, Astra Kulturhaus, Bassy Cowboy Club, B-Flat, Club 23,Delicious Doughnuts, Fate Club, Kaffee Burger, Kesselhaus der KB, Last Cathedral, Live@Dot, Magnet Club, Maria am Ostbahnhof, Maschinenhaus in der KB, NBI in der KB, Palais in der KB, Pfefferberg Haus 13, Rechenzentrum, Roadrunners, Steinhaus, Tape Club, Tresor, Turbine, White Trash Fast Food.

Ebenfalls im Kesselhaus wird der Abend heute mit dem Kurzfilm "Sterntanz", der sich mit der Problematik des geteilten Europas beschäftigft, passend eingeläutet. mit dpa

Mehr Informationen finden Sie unter www.eu-clubnight.de