Kriminalität

Steine fliegen auf Berliner SPD-Zentrale

Mehrere Täter haben Fenster der Berliner SPD-Zentrale in Wedding eingeworfen. Es ist nicht der erste Anschlag auf das Gebäude. Zeugen beobachteten die Tat.

Jugendliche haben am frühen Montagmorgen drei Fensterscheiben der Zentrale der Berliner SPD in der Müllerstraße in Wedding mit Steinen eingeworfen. Zeugen beobachteten die Jugendlichen und riefen die Polizei. Als die Beamten am Tatort eintrafen, waren die Täter jedoch bereits geflüchtet. Da ein politischer Hintergrund für die Tat vermutet wird, hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

Zuletzt hatten im November zwei unbekannte Männer mit Pflastersteinen Scheiben desselben SPD-Büros eingeworfen. Sie konnten fliehen. In einem linken Internetportal bekannten sich Sympathisanten zu der Scheibenzerstörung. Die Aktion sei speziell wegen Tobias P. und der Aktion an der Liebigstraße 14 und 34, teilten sie mit. P. war als zuvor als mutmaßlicher Brandstifter festgenommen worden. Daraufhin durchsuchten rund 140 Polizeibeamte das besetzte Haus an der Liebigstraße, in dem auch P. zuvor gewohnt haben sollte. In dem Internet-Bekennerschreiben hieß es weiter, die SPD in Berlin sei politisch für das Handeln der Polizei verantwortlich. Repressionen und Verdrängung würden nicht mehr hingenommen.

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