Razzia

Polizei zerschlägt georgische Diebesbande

Die Kriminalpolizei hat eine europaweit tätige Mafiagruppe zerschlagen. Sie durchsuchte insgesamt 41 Objekte in mehreren Bundesländern, darunter auch in Berlin und Brandenburg. Die georgische Bande soll in großem Umfang organisierte Diebstähle begangen haben.

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Die Polizei hat einen europaweit agierenden Mafia-Ring aus Georgien ausgehoben. Auch in Deutschland wurden demnach 17 Verdächtige wurden festgenommen.

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In einer international abgestimmten Aktion hat die Kriminalpolizei eine Mafiagruppe europaweit tätiger Diebe auffliegen lassen. Wie die Ermittler am Dienstag in München mitteilten, wurden am Vortag zur Beweissicherung 15 Objekte in Bayern und 26 weitere Objekte in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Brandenburg und Niedersachsen durchsucht.

Dabei wurden 17 mutmaßliche Bandenmitglieder verhaftet. Zeitgleich gab es 58 Festnahmen und zahlreiche Durchsuchungen in Spanien, Österreich und der Schweiz. In Barcelona wurde ein 38 Jahre alter Georgier als mutmaßlicher Bandenchef verhaftet.

Die georgische Mafiagruppierung hatte es den Ermittlungen zufolge bei ihren organisierten Ladendiebstählen hauptsächlich auf teure Kosmetika, Spirituosen und Zigaretten abgesehen. Aber die Täter waren nicht wählerisch: „Die haben alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest war“, sagte Mario Huber vom Bayerischen Landeskriminalamt (LKA). So ließen sie bei günstiger Gelegenheit auch Kameras, Unterhaltungselektronik oder Computer mitgehen. Huber bezifferte den Wert der Beute allein in Deutschland auf monatlich mehr als 100.000 Euro. Das Diebesgut wurde meist an feste Abnehmer verkauft.

Dem Zugriff war fast ein Jahr akribische Ermittlungsarbeit vorangegangen. Allein in Deutschland waren bei der Aktion am Montag mehr als 250 Polizeibeamte im Einsatz. Bei einem 41 Jahre alten türkischen Einzelhandelskaufmann aus Bochum stellten die Ermittler nach eigenen Angaben so viel Diebesgut sicher, dass man damit zwei Lastwagen hätte beladen können. Insgesamt wurden mehr als 20 Tonnen gestohlener Waren sichergestellt und 120.000 Euro Bargeld beschlagnahmt.

Die Gruppierung wurde von Spanien aus geleitet, wohin auch ein Großteil der erzielten Einnahmen floss. Zu den Verhafteten gehört auch ein 27 Jahre alter Georgier, der die Aktivitäten in Deutschland von München aus koordiniert haben soll. Bei den Verhafteten handele es sich überwiegend um Georgier, hieß es.

Die Federführung bei der Ermittlungsoperation „Java“ lag in Deutschland beim bayerischen LKA sowie bei der Staatsanwaltschaft in Kempten. Den Beschuldigten würden die Bildung einer kriminellen Vereinigung, schwerer Bandendiebstahl sowie Geldwäsche vorgeworfen, sagte Peter Koch von der Kemptener Staatsanwaltschaft. Jesús Alberto Marquez-Navarro von der spanischen Polizei sprach von einer vorbildlichen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Der mutmaßliche Statthalter der Bande in München bekam einmal monatlich Zahlungen von Diebesbanden aus mehreren deutschen Städten wie Berlin, Dortmund, Münster, Braunschweig, Hamburg, Nürnberg und auch aus München selbst. Ein Teil des Geldes floss in eine Art Gemeinschaftskasse, einen sogenannten Abschtschjak, berichteten die Beamten. Im Gegenzug wurde den Einzahlern Hilfe etwa nach einer Festnahme oder bei Konflikten im kriminellen Milieu garantiert.

„Wir werten die Aktion wirklich als sehr großen Erfolg“, sagte LKA-Experte Huber. Denn es sei gelungen, die Bande auf sämtlichen Ebenen auszuheben – von den lokal tätigen Dieben über die lokalen Chefs und den Münchner Statthalter bis hin zum mutmaßlichen Bandenkopf. Der mutmaßliche Statthalter in München lebte dort unter falscher Identität. Er war als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und hätte nach den Auflagen der Behörden den Landkreis Hof nicht verlassen dürfen.

In einer international abgestimmten Aktion hat die Kriminalpolizei eine Mafiagruppe europaweit tätiger Diebe auffliegen lassen. Wie die Ermittler am Dienstag in München mitteilten, wurden am Vortag zur Beweissicherung 15 Objekte in Bayern und 26 weitere Objekte in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Brandenburg und Niedersachsen durchsucht.

Dabei wurden 17 mutmaßliche Bandenmitglieder verhaftet. Zeitgleich gab es 58 Festnahmen und zahlreiche Durchsuchungen in Spanien, Österreich und der Schweiz. In Barcelona wurde ein 38 Jahre alter Georgier als mutmaßlicher Bandenchef verhaftet.

Die georgische Mafiagruppierung hatte es den Ermittlungen zufolge bei ihren organisierten Ladendiebstählen hauptsächlich auf teure Kosmetika, Spirituosen und Zigaretten abgesehen. Aber die Täter waren nicht wählerisch: „Die haben alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest war“, sagte Mario Huber vom Bayerischen Landeskriminalamt (LKA). So ließen sie bei günstiger Gelegenheit auch Kameras, Unterhaltungselektronik oder Computer mitgehen. Huber bezifferte den Wert der Beute allein in Deutschland auf monatlich mehr als 100.000 Euro. Das Diebesgut wurde meist an feste Abnehmer verkauft.

Dem Zugriff war fast ein Jahr akribische Ermittlungsarbeit vorangegangen. Allein in Deutschland waren bei der Aktion am Montag mehr als 250 Polizeibeamte im Einsatz. Bei einem 41 Jahre alten türkischen Einzelhandelskaufmann aus Bochum stellten die Ermittler nach eigenen Angaben so viel Diebesgut sicher, dass man damit zwei Lastwagen hätte beladen können. Insgesamt wurden mehr als 20 Tonnen gestohlener Waren sichergestellt und 120.000 Euro Bargeld beschlagnahmt.

Polizei bewertet Aktion als großen Erfolg

Die Gruppierung wurde von Spanien aus geleitet, wohin auch ein Großteil der erzielten Einnahmen floss. Zu den Verhafteten gehört auch ein 27 Jahre alter Georgier, der die Aktivitäten in Deutschland von München aus koordiniert haben soll. Bei den Verhafteten handele es sich überwiegend um Georgier, hieß es.

Die Federführung bei der Ermittlungsoperation „Java“ lag in Deutschland beim bayerischen LKA sowie bei der Staatsanwaltschaft in Kempten. Den Beschuldigten würden die Bildung einer kriminellen Vereinigung, schwerer Bandendiebstahl sowie Geldwäsche vorgeworfen, sagte Peter Koch von der Kemptener Staatsanwaltschaft. Jesús Alberto Marquez-Navarro von der spanischen Polizei sprach von einer vorbildlichen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Der mutmaßliche Statthalter der Bande in München bekam einmal monatlich Zahlungen von Diebesbanden aus mehreren deutschen Städten wie Berlin, Dortmund, Münster, Braunschweig, Hamburg, Nürnberg und auch aus München selbst. Ein Teil des Geldes floss in eine Art Gemeinschaftskasse, einen sogenannten Abschtschjak, berichteten die Beamten. Im Gegenzug wurde den Einzahlern Hilfe etwa nach einer Festnahme oder bei Konflikten im kriminellen Milieu garantiert.

„Wir werten die Aktion wirklich als sehr großen Erfolg“, sagte LKA-Experte Huber. Denn es sei gelungen, die Bande auf sämtlichen Ebenen auszuheben – von den lokal tätigen Dieben über die lokalen Chefs und den Münchner Statthalter bis hin zum mutmaßlichen Bandenkopf. Der mutmaßliche Statthalter in München lebte dort unter falscher Identität. Er war als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und hätte nach den Auflagen der Behörden den Landkreis Hof nicht verlassen dürfen.