Film

Roman Polanski verwandelt Berlin in London

Foto: Buddy Bartelsen / Bartelsen

In Berlin dreht Kultregisseur Roman Polanski mit Ewan McGregor und Ex-James-Bond Pierce Brosnan den Thriller "The Ghost". Dafür gestaltete er die Charlottenstraße in Mitte um, ganz stilecht mit Doppeldeckerbussen und "britischen" Fassaden.

Rote Doppeldeckerbusse, Autos mit gelben Nummernschildern, die allesamt auf der falschen Straßenseite unterwegs sind. Ja, sind wir denn in London? Nein, mitten in Berlin, dem Regisseur Roman Polanski am Wochenende aber vorübergehend einen englischen „Anstrich“ verpasste.

Für Dreharbeiten zu „The Ghost“ ließ er die Charlottenstraße täuschend echt umdekorieren. Mittendrin: Hollywood-Schauspieler Ewan McGregor, der einen Ghostwriter spielt. Auch Pierce Brosnan war in der Kulisse permanent präsent: als Großplakat, auf dem der von ihm gespielte britische Ex-Premier Adam Lang, für seine Autobiografie wirbt.

Die Handlung spielt in England und den USA, wo Polanski jedoch nicht drehen kann, weil er dort bis heute als Justizflüchtling gilt. Der in Polen geborene Filmemacher floh 1978 aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

In den Studios von Babelsberg hatte Polanski bereits das Holocaust-Drama "Der Pianist" gedreht, das ihm 2002 die Goldene Palme von Cannes und 2003 einen Oscar einbrachte. Die Trophäe hatte sich der Preisträger aus den genannten Gründen in den USA nicht persönlich abholen können. BMO