20 Jahre Friedliche Revolution

Jetzt gibt es ein Internetportal zum Mauerfall

20 Jahre nach der friedlichen Revolution in der DDR widmet sich ein offizieller Internetauftritt dem Ereignis. Am Dienstag wurde das Portal freigeschaltet. Es präsentiert Hintergrundinformationen, Videointerviews mit Zeitzeugen sowie ein monatlich aktualisiertes „Montagsradio".

Das Internetportal bietet Veranstaltern die Gelegenheit, ihre Programme zum Jubiläumsjahr anzukündigen. Getragen wird die Internetplattform von der Stasiunterlagen-Behörde, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Freistaat Sachsen und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF).

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung, Rainer Eppelmann, nannte die Ereignisse vom Herbst 1989 "weltbewegend". Wer heute wisse, wie die SED-Führung davongejagt wurde, sei gegen eine Verklärung des untergegangenen Staates gefeit, sagte der ehemalige Bürgerrechtler. Die Chefin der Stasiunterlagen-Behörde, Marianne Birthler, betonte: "Nicht der Mauerfall hat die Ostdeutschen befreit. Der Mauerfall war möglich durch die Selbstbefreiung der Ostdeutschen."

Die Bedeutung des Portals vor allem für Jugendliche unterstrich der Direktor des ZZF, Martin Sabrow. Von der friedlichen Revolution komme wenig in den Schulen an, was sicher auch Fragen an die zuständigen Behörden aufwerfe.

Während der friedlichen Revolution hatten ab Anfang Oktober 1989 Hunderttausende Ostdeutsche für Reformen in der DDR demonstriert. Kernforderungen waren eine Demokratisierung des Landes, Presse- und Reisefreiheit sowie die Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit. Die Proteste führten zur Einrichtung der Runden Tische als Orte des Dialogs und zur Absetzung von DDR-Partei- und Staatschef Erich Honecker.

HIER gelangen Sie zum Internetportal Friedliche Revolution

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