Berlinomat

Jetzt gibt es Designer-Souvenirs aus dem Automaten

Gürtel, Taschen und andere schicke Dinge gibt es in Berlin jetzt zu jeder Tages- und Nachtzeit im Hauptbahnhof: am Automaten. Weitere "Berlinomaten" sollen folgen. Als erster zog sich der Regierende Bürgermeister eine Einkaufstasche - vom Kreativ-Designer, versteht sich.

Zigaretten, Getränke und sogar Bücher – aus Automaten lassen sich ja bereits die unterschiedlichsten Dinge ziehen. Dank „Berlinomat“, der an der Frankfurter Allee 89 beheimateten Plattform für Designer aus Berlin, nun also auch deren Produkte. In Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit wurde am Mittwoch der erste Automat im Hauptbahnhof (1. Stock, Seite Invalidenstraße) in Betrieb genommen. In vier Wochen soll ein weiterer auf dem Flughafen Tegel folgen, ein dritter wird in den Galeries Lafayette aufgestellt.

Rund zwei Jahre hat die Entwicklung des großen orangefarbenen Apparats, den man mithilfe eines modernen Touchscreens bedienen kann, gedauert. „Es geht nicht nur darum, kurzfristig ein Geschenk kaufen zu können, sondern auch allgemein um die Präsentation von Design aus Berlin“, so Wowereit. Sollte das Projekt auch kommerziell zu einem Erfolg werden, dann könne man dieses auch nutzen, um bundesweit und sogar international Aufmerksamkeit auf die Kreativszene der Hauptstadt zu ziehen.

Für den Anfang wurden erst einmal 42 Produkte ausgesucht. Die Bandbreite reicht vom 9-Loch-Knopf für 7,50 Euro, auf den man mit Nähgarn Buchstaben zaubern kann, über eine Keksausstechform in Form des Brandenburger Tores für 9,90 Euro bis hin zu einem Ledergürtel für 34,90 Euro. Wer etwas Passendes entdeckt hat (die Produkte werden jeweils in einem Filmchen auf drei Flachbildschirmen vorgestellt), drückt auf dem Monitor einfach auf das dazugehörige Bild, auf den „Kaufen“-Button und bezahlt bar oder mit einer der gängigen Karten.

Das Sortiment soll laut Berlinomat-Chef Jörg Wichmann variabel sein, es könne „souvenirlastiger“ oder „designlastiger“ gestaltet werden. Die Testphase setzt er mit sechs bis acht Monaten an. Bleibt abzuwarten, wie der Automat angenommen wird – eine erfreuliche Abwechslung zu Ampelmännchen- und Buddy-Bär-Mitbringseln sind die Produkte allemal. alma