Statistik

Touristen strömen weiter in Rekordzahl nach Berlin

Kämen sie alle auf einmal, wären mehr als doppelt so viele Touristen in der Stadt als Berliner. 7,91 Millionen Gäste übernachteten 2008 in Berliner Hotels. Ein neuer Rekord. Vor allem Franzosen, Schweden und Dänen scheinen die Stadt immer mehr zu mögen - während Briten zunehmend wegbleiben.

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Berlin zieht immer mehr Reisende aus aller Welt an. Zum fünften Mal in Folge stellte Berlin einen Rekord auf: 7,91 Millionen Gäste wurden im vergangenen Jahr in Hotels und anderen Unterkünften registriert – das sind 4,2 Prozent mehr als 2007. Die Zahl der Übernachtungen stieg um fast drei Prozent auf 17,77 Millionen, wie das Amt für Statistik mitteilte.

Besonders bei Touristen aus dem Ausland wächst die Attraktivität der Metropole: 2,75 Millionen Touristen (plus 7,8 Prozent) kamen nach Berlin. Die größten Gruppen darunter waren Briten (310.000), US- Amerikaner (231.000) und Niederländer (217.000).

Allerdings ist dabei das Gästeaufkommen aus Großbritannien und Nordirland deutlich gesunken - minus 4,3 Prozent. Möglichweise macht sich da die Finanzkrise schon bemerkbar, es fehlt das Geld zum Riesen. Die Zahl der Übernachtungen von Besuchern aus dem Vereinigten Königreich insgesamt ging um 6,2 Prozent zurück.

Dafür kamen gut ein Prozent mehr Amerikaner als im Jahr zuvor - blieben aber weniger lange, die Zahl der von ihnen gebuchten Übernachtungen sank um 5,4 Prozent.

Deutliche Zuwächse gab es bei den Touristenzahlen aus Frankreich, Schweden und Dänemark.

Die meisten Besucher kommen aber noch immer aus anderen deutschen Orten nach Berlin: 5,15 Millionen waren es 2008, ein Anstieg von 2,4 Prozent gegenüber 2007. Mit 10,73 Millionen Übernachtungen wurde ein Plus von 0,5 Prozent ermittelt.

Die Auswahl der Übernachtungsmöglichkeiten wird dabei immer größer. 2008 stieg die Zahl der Beherbergungsbetriebe in Berlin von 592 auf 659. Das Bettenangebot erhöhte damit um rund sieben Prozent auf rund 97.400 Betten. Da sich aber die Zahl der Übernachtungen eben nicht einmal um drei Prozent erhöhte, sank die durchschnittliche Bettenauslastung um 1,8 Punkte auf 50,8 Prozent.

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