Betrunken vor Gericht

Prozess um Kindesmissbrauch geplatzt

Ein Hausmeister soll jahrelang Kinder sexuell missbraucht haben, nachdem er sie mit Alkohol und Süßigkeiten gefügig machte. Jetzt sollte ihm der der Prozess gemacht werden. Doch der Beginn muss verschoben werden - wegen Trunkenheit des Angeklagten.

Nachdem ein mutmaßlicher Sexualtäter am Donnerstag betrunken im Berliner Landgericht erschienen war, ist sein Prozess geplatzt. Der Hausmeister soll Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren mit Alkohol und Süßigkeiten gefügig gemacht haben. Ein 14-jähriger Junge musste wegen starker Alkoholisierung in einem Krankenhaus behandelt werden.

Die Staatsanwaltschaft hat 23 Fälle in den Jahren 1998 bis 2006 ermittelt. Nach Angaben des Anklägers sei der 48-jährige ein Fetischist, dem es in den meisten Fällen um die Füße der Kinder ging.

Der Angeklagte sagte auf dem Gerichtsflur, „ich könnte in den Erdboden versinken“. Er wolle sich ausschlafen. Der Prozess wird nun voraussichtlich am nächsten Dienstag beginnen.

( dpa/apä )