Nach der Schließung

Nutzungsplan für Flughafen Tegel soll 2009 stehen

Nach dem für den geschlossenen Flughafen noch keine konkreten Pläne bestehen, will der Berliner Senat ein erneutes Planungschaos vermeiden. Im kommenden Jahr soll wenigstens ein grobes Konzept vorliegen, wie das Gelände des Flughafens Tegel nach seiner Stilllegung genutzt werden soll. Nach dem Willen des Senats sollen Wohnungen, Gwerbeflächen und Grünflächen entstehen.

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Der Berliner Senat will im kommenden Jahr ein erstes grobes Konzept für die Nachnutzung des Flughafens Tegel vorlegen. In einem „Werkstattverfahren“ sollen Zielvorstellungen für die Nachnutzung der 460 Hektar großen Fläche entwickelt werden, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf eine Parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion „Kein Planungsdesaster in Tegel wie in Tempelhof“ mit. Bis Ende 2008 sollen alle wichtigen Daten für die Entwicklung der gesamten Fläche wie Bodenverhältnisse, rechtliche, naturräumliche und immobilienwirtschaftliche Bedingungen zusammengestellt sein.

Damit zieht der Senat die Konsequenzen aus der vielfach geäußerten Kritik, viel zu spät ein Nachnutzungskonzept für den Ende Oktober geschlossenen Flughafen Tempelhof entwickelt zu haben. Bisher existieren dafür nur grobe Vorstellungen, einen Investor für einzelne Projekte oder das gesamte Flugfeld und Gebäude gibt es noch nicht. Tegel soll spätestens sechs Monate nach Inbetriebnahme des neuen Hauptstadt-Flughafens BBI in Schönefeld Ende 2011 geschlossen werden.

Der Senat denke nicht daran, die Fläche in Tegel als zusätzlichen Messestandort zu nutzen, teilte Staatssekretärin Maria Krautzberger mit. Auch als weitere Naherholungsgebiete sollten höchstens einzelne Teilflächen geplant werden, was sich aber erst aus dem künftigen Gesamtkonzept erschließen würde. Für den nordwestlichen Teil der Fläche komme zunächst eine Übernahme durch die Berliner Forste in Betracht, hieß es. Weitere Wohnungen wären in der Nähe des Kurt-Schumacher-Damms und -platzes denkbar, auch Gewerbeflächgen seien angedacht.