Architektur

Stararchitekt Norman Foster schließt Berliner Büro

Der Architekt der Reichstagskuppel, Sir Norman Foster, schließt sein Berliner Büro. Das erfuhr Morgenpost Online aus gut informierten Kreisen. Bereits zum 31. März sollen die ersten 66 Mitarbeiter aus dem Büro an der Rheinstraße 45 in Friedenau ihre Arbeit verlieren.

Die restlichen zehn Mitarbeiter werden dann zum Ende des Monats Mai arbeitslos. Die Betroffenen selbst wüssten noch nichts von einer bevorstehenden Schließung, hieß es gestern im Sekretariat des Berliner Büros. Dessen Geschäftsführer war für Nachfragen nicht zu erreichen. Ausgesprochen werden sollen die Kündigungen zum 28. Februar.

Beauftragt mit der Abwicklung der „F+P Architekten GmbH“ ist die Kanzlei Hammonds, eine der europaweit größten Sozietäten mit einer Dependance in Berlin. Doch weder in der Anwaltskanzlei noch in der Londoner Zentrale des britischen Stararchitekten wollte man die beabsichtigte Schließung des Berliner Büros kommentieren. Dem Vernehmen nach sollen die Entlassungen jedoch mit Auftragsrückgängen durch die Finanzkrise begründet werden.

In der Berliner Architektenschaft sorgt die Entscheidung der Londoner Zentrale, sich aus der deutschen Hauptstadt zurückzuziehen, deshalb für Unruhe. Die Berliner Büros verzeichneten im letzten Quartal 2008 erhebliche Einbrüche bei neuen Vertragsabschlüssen. Foster hatte in der Hauptstadt zuletzt 2005 die neue Bibliothek der FU in Dahlem eröffnet.

( BMO )