Wetter

Regen sorgt in Berlin für glatte Straßen

In Berlin und Brandenburg taut es. Temperaturen von über 0 Grad sorgten dafür, dass bereits am Donnerstagmorgen vielerorts Schnee und Eis verschwunden waren. Regen hatte in der Nacht vor allem Nebenstraßen in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Doch das große Chaos blieb aus.

Die winterliche Pracht in Berlin hat ein Ende. Es taut, der Schnee war am Donnerstagmorgen in der Innenstadt schon fast verschwunden. Leichter Sprühregen hatte in der Nacht in Berlin und Brandenburg zu überfrierender Nässe geführt. Vor allem auf Nebenstraßen und Gehwegen war es gefährlich glatt.

Im Laufe des Vormittags soll sich die Situation aber entspannen. In Berlin und Potsdam lagen die Temperaturen am frühen Morgen bereits über dem Gefrierpunkt, teilte der Deutsche Wetterdienst in Potsdam mit. Die Polizei in Frankfurt (Oder), Potsdam und in der Hauptstadt registrierte bisher noch keine gestiegenen Unfallzahlen. Zwischen 6 und 10 Uhr krachte es in Berlin insgesamt 42 Mal. Es blieb bei Blechschäden, verletzt wurde niemand.

Das Tauwetter sorgt auch dafür, dass die Eisflächen in Berlin und Brandenburg nicht mehr tragen. Das Betreten der gefrorenen Seen sei lebensgefährlich, warnt die Berliner Feuerwehr. In diesem Winter brachen schon einige Menschen in Gewässer wie den Schlachtensee und Schwielowsee (Potsdam- Mittelmark) ein. Sie konnten aber gerettet werden.

In Berlin lockten Polizisten über Lautsprecher Leichtsinnige vom Eis, und ihre märkischen Kollegen sprachen schon so manchen Platzverweis aus. „Mehr können wir nicht machen“, sagt Ingolf Jäger von der Wasserschutzpolizei. Die Menschen unterschätzten, dass die Strömung das Eis von unten abtrage.

Sollte jemand einbrechen, müsse schnell ein warmer Ort aufgesucht werden. „Die Gefahr eines Kälteschocks gibt es immer“, sagt Bernd Rudolph von der Feuerwehr Brandenburg an der Havel.

Am Donnerstag hielt sich in weiten Teilen Berlins und Brandenburgs dichter Nebel. In der Niederlausitz sollten anfangs noch einzelne Schneeflocken fallen, sonst war es trocken. Nennenswerte Auflockerungen traten höchstens in der Prignitz auf. Der Wind wehte meist schwach aus West bis Nordwest, die Höchstwerte lagen zwischen plus 1 und plus 3 Grad.

Am Freitag hält sich zunächst verbreitet Hochnebel, im weiteren Verlauf kommt gebietsweise die Sonne zum Vorschein. Bei schwachem, bisweilen mäßigem Südostwind steigen die Temperaturen auf 0 bis plus 2 Grad.