Polizei

Autobahn-Jagd - Diebe springen aus fahrendem Wagen

Foto: picture-alliance / ZB / ZB

Eine spektakuläre Verfolgungsjagd lieferten sich drei Polen am Wochenende mit der Polizei. Drei Männer saßen in einem gestohlenen Wagen. Die Polizei wollte sie stoppen, doch die drei sprangen aus dem Auto und flüchteten - zu Fuß über Felder und Autobahn.

Gegen Mitternacht meldete im brandenburgischen Calau der Besitzer einen Audi A4 als gestohlen. Nur wenig später sahen Beamte des Schutzbereiches Oberspreewald-Lausitz den Wagen und informierten die Bundespolizei, die den Fahrer auf der Autobahn stellen sollte. Kurz vor drei Uhr entdeckten die Bundespolizisten den gesuchten Audi, der Richtung Polen fuhr. Sie leiteten das Fahrzeug an der Anschlussstelle Forst ab. So weit schien alles gut zu laufen.

Doch noch auf der Abfahrt sprangen alle drei Männer auf einmal aus dem noch fahrenden Audi und flüchteten in ein angrenzendes Waldgebiet. Der führerlose A4 rollte gegen eine Leitplanke und wurde beschädigt.

Streifen der Polizeiwache Forst und weitere der Bundespolizei kamen den Beamten zuHilfe. Mit Wärmebildgeräten und einem Diensthund verfolgten sie das Trio in einer abenteuerlichen Jagd, denn die drei Tatverdächtigen versuchten die Beamten unter anderem dadurch abzuschütteln, dass sie die Autobahn zu Fuß überquerten.

Trotzdem gelang es den Polizisten um 3.45 Uhr zwei der drei gesuchten Männer auf einem Feld zu stellen. Es handelte sich um zwei 26 und 35 Jahre alte polnische Staatsangehörige. Den dritten, noch flüchtigen Polen konnte eine weitere Streife der Bundespolizei später vorläufig festnehmen. Der 29 Jährige ging den Beamten an einer Tankstelle in Forst um 8.30 Uhr ins Netz.

Die drei Tatverdächtigen wurden der zuständigen Polizei Brandenburg übergeben, ebenso der Audi A4. Die kriminalpolizeilichen Vernehmungen laufen noch. Den drei Männern werden neben dem Autodiebstahl noch weitere Taten aus dem Bereich Calau zur Last gelegt.

( BMO )