Angriff auf Polizeiwache

10.000 Euro Schaden nach Silvester-Randale

Bei dem Angriff auf eine Polizeiwache in Berlin-Prenzlauer Berg haben Randalierer in der Silvesternacht einen Schaden von rund 10.000 Euro verursacht. JUgendliche hatten versucht, das Gebäude mit Feuerwerkskörpern in Brand zu setzen. Die Polizei verhaftete drei Verdächtige. Sie prüft nun, ob diese die Reparatur bezahlen müssen.

Nach dem Angriff auf die Polizeiwache des Abschnitts 15 in Prenzlauer Berg in der Silvesternacht ist gegen einen 21-Jährigen Haftbefehl erlassen worden. Dem Mann wird nach Polizeiangaben unter anderem besonders schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.

Zwei weitere vorläufig festgenommene Männer im Alter von 18 und 20 Jahren wurden indes nach Feststellung ihrer Personalien auf freien Fuß gesetzt. Insgesamt liefen gegen 13 Randalierer Ermittlungsverfahren, etwa wegen versuchter schwerer Brandstiftung, versuchter Gefangenenbefreiung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Wie berichtet, wurden kurz nach Mitternacht aus einer Gruppe von zunächst 500 Personen heraus Steine und Flaschen gegen Polizisten, Fahrzeuge und die Wache geworfen. Die Menge wuchs später auf bis zu 1000 vor allem junge Menschen an.

An drei Funkstreifenwagen wurden die Scheiben zerstört, im Wachgebäude zersplitterten drei Fenster. Der Versuch der Randalierer, eine Silvesterrakete durch ein Bürofenster zu schießen, scheiterte - der feuerwerkskörper blieb im Sicherheitsglas stecken. Auch eine Straßenbahn wurde mit Gegenständen beworfen.

Laut Polizei entstand ein Sachschaden von zirka 10.000 Euro. Die Polizei prüft, ob die Verdächtigen den entstandenen Schaden bezahlen müssen.

Das Polizeigebäude an der Eberswalder Straße 6-9 war 2008 zwei Mal Schauplatz von Angriffen mit offenbar politischem Hintergrund. Ende August schleuderten Unbekannte zwei Brandsätze gegen die Fassade; ein Brandsatz zündete und beschädigte zwei dort abgestellte Fahrräder. Wesentlich höher war der Sachschaden nach einem Brandanschlag auf Funkstreifenwagen in der Nacht zum 24. April.