Denkmalpflege

Berliner Siegessäule wird endlich saniert

Von der Siegesgöttin Viktoria platzt das Blattgold ab, der Säulenschaft bröckelt. Doch nun kann die dringend notwendige Restaurierung der Berliner Siegessäule beginnen. Der Bezirk Mitte bekommt vom Bund und der EU mehr als drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 2011 soll das Berliner Wahrzeichen wieder im alten Glanz erstrahlen.

Foto: ddp / DDP

Das Geld für die Sanierung der Siegessäule im Großen Tiergarten ist bewilligt. "Wir haben jetzt die Mittelbestätigung der Wirtschaftsverwaltung für die touristische Erschließung der Gesamtanlage Großer Stern im Tiergarten", sagte Joachim Zeller (CDU), Wirtschaftsstadtrat von Mitte. Laut Zeller bekommt der Bezirk Fördermittel in Höhe von 3,1 Millionen Euro von der EU und vom Bund. Zehn Prozent davon muss die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung übernehmen.

Zeller zeigte sich über die Bewilligung der Mittel erfreut. "Das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk", sagte er. Die Sanierung der Gesamtanlage Großer Stern werde allerdings erst 2010 beginnen. 2009 müssten zunächst die Bauplanungsunterlagen erstellt werden. Nach deren Prüfung gebe es die endgültige Mittelbestätigung. "Das kann bis zu einem Jahr dauern", betonte Joachim Zeller.

Die notwendigen Sanierungsarbeiten sind umfänglich. Die 135 Jahre alte Siegessäule ist stark sanierungsbedürftig. Von der Siegesgöttin Viktoria bröckelt das Blattgold ab, die Verfugungen zwischen den Sandsteinblöcken am Säulenschaft müssen ausgebessert werden. Und in die Ausstellungsräume im Sockel dringt Wasser ein, weil das Dach undicht ist. "Dringend saniert werden müssen auch die zum Denkmalensemble gehörenden Tunnelanlagen, die vier Torhäuser und die Begrenzungsmauer am Großen Stern", sagte Zeller.

Alle Arbeiten sollen bis Ende 2011 abgeschlossen sein. "Neben dem Fernsehturm am Alexanderplatz und dem Brandenburger Tor gehört die Siegessäule zu den touristischen Highlights Berlins, die unbedingt erhalten werden müssen", so Zeller.