Rechtsextreme Mode

Polizist trägt "Thor Steinar" bei Gericht

Die Berliner Polizei hat erneut ein Disziplinarverfahren gegen einen Beamten eingeleitet, der wiederholt T-Shirts und Jacken der bei Neonazis beliebten Marke „Thor Steinar" im Dienst getragen. Trotz Vorwarnung erschien er sogar bei einer Gerichtsverhandlung als polizeilicher Zeuge in der Kleidung.

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Wieder ist ein Berliner Polizist mit „Thor Steinar“-Kleidung aufgefallen. Der Beamte war in der vergangenen Woche in Zivilkleidung als polizeilicher Zeuge bei einer Gerichtsverhandlung erschienen und hatte dabei ein Shirt der in der rechtsextremistischen Szene beliebten Marke getragen. Deshalb sei gegen ihn jetzt ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, teilte die Polizei mit.

Der Mann sei schon früher von seinem Vorgesetzten wegen einer „Thor Steinar“-Jacke und einem T-Shirt mit der Aufschrift „Pitbull“ angesprochen und aufgefordert worden, diese Kleidung nicht mehr zu tragen. Erkenntnisse über eine rechtsextremistische Gesinnung des Beamten lagen der Polizei nicht vor.

Bereits Anfang November hatte die Berliner Polizei ein Verfahren gegen einen Polizisten eingeleitet, der am Rande einer Demonstration gegen Antisemitismus „70 Jahre nach der Reichspogromnacht“ als Zivilbeamter in „Thor-Steinar“-Kleidung zum Einsatz erschienen war.