Nach Angriff auf Busfahrer

Messerstecher erneut festgenommen

Zusammen mit einem Komplizen hatte der Mann einen Busfahrer in Berlin-Kreuzberg angepöbelt. Dann stieß er dem BVG-Mitarbeiter ein Messer in den Rücken. Obwohl der Täter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, musste er die Strafe bisher nicht antreten. Nun wurde erneut Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen.

Nach einem Messerangriff auf einen Busfahrer in Berlin-Kreuzberg ist ein 25-Jähriger erneut festgenommen worden. Der Mann war wegen der Attacke vom 1. März bereits in erster Instanz zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Er musste die Haftstrafe aber bislang nicht antreten, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Aus der Untersuchungshaft war der Mitte März Festgenommene schon vor der Verurteilung entlassen worden. Das Gericht hatte dann auch die Haftbefehle gegen den 25- Jährigen sowie dessen Komplizen aufgehoben.

Der 25-Jährige soll zusammen mit einem damals 23-Jährigen in einem Doppelstockbus zunächst andere Fahrgäste provoziert und dann den Busfahrer angegriffen und mit einem Messer im Rücken verletzt haben. Der Komplize war zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden.

Gegen die Aufhebung der Haftbefehle hatte die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt. Das Kammergericht erließ Ende Oktober gegen den 25-Jährigen einen neuen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Dieser wurde nun am Mittwoch vollstreckt.

Die Staatsanwaltschaft hatte gegen das erstinstanzliche Urteil gegen den 25-Jährigen auch Revision eingelegt. Sie strebt eine höheren Freiheitsstrafe an. Zu dem Mittäter hat die Anklagebehörde Haftbeschwerde und Revision zurückgenommen.