Einschulung

Schulanmeldung - das müssen Eltern wissen

Von diesem Montag an bis spätestens 14. November müssen alle Berliner Kinder, die im Jahr 2003 geboren sind, für das neue Schuljahr in den Grundschulen angemeldet werden. Ist mein Kind schulreif? Wie komme ich an meine Wunschschule? Und was ist eigentlich ein Kann-Kind? Morgenpost Online sagt, was jetzt für Eltern und ihre Kinder wichtig ist.

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Wo werden die Kinder angemeldet?

Ab Montag an bis spätestens zum 14. November müssen die Eltern ihre Kinder an der Grundschule anmelden. Zuständig ist laut Gesetz die Schule, die in der Regel dem Wohnort am nächsten liegt. Dort müssen die Eltern auf jeden Fall mit Personalausweis und Geburtsurkunde des Kindes vorstellig werden, auch wenn sie sich für eine andere Schule entscheiden.

Können Eltern die Schule wählen?

Für die Wunschschule muss ein zusätzliches Formular ausgefüllt werden, in dem die Eltern triftige Gründe nennen müssen. Ein solcher Grund kann die Tatsache sein, dass bereits Geschwisterkinder die andere Schule besuchen. In diesem Fall sind die Schulämter gehalten, möglichst dem Elternwunsch zu entsprechen. Außerdem kann man die Wahl mit dem besonderen Schulprogramm begründen. Hier sind die Erfolgsaussichten jedoch schon eingeschränkter, zumindest dann, wenn die Schule sehr begehrt ist. Denn schließlich werden alle Eltern versuchen, mit diesen Argumenten einen Platz für ihr Kind zu gewinnen. Auf Nummer sicher kann man eigentlich nur gehen, wenn man schon vor der Anmeldung den Wohnort in die unmittelbare Nähe der Wunschschule legt.

Was ist eine Scheinanmeldung?

In der Vergangenheit führte das dazu, dass etliche Eltern versuchten, mit Scheinanmeldungen bei Freunden und Bekannten ins Einzugsgebiet der gewünschten Schule zu kommen. Teilweise wurde sogar auf Flyern Geld für eine Scheinadresse geboten.

Doch dem haben die Bezirke jetzt einen Riegel vorgeschoben. Wenn der Verdacht auf eine Scheinanmeldung besteht, werden nun Nachweise verlangt, wie etwa Strom- oder Telefonrechnungen. Die simple Tatsache, dass man polizeilich gemeldet ist, reicht nicht mehr aus.

Erhält man eine Ablehnung für die Wahlschule, bleibt auf jeden Fall der Platz an der zuständigen Grundschule im Einzugsbereich. Wer die auf keinen Fall akzeptieren will, dem bleibt nur die Flucht in die Privatschule.

Wer stellt die Schulreife fest?

Bei der Schulanmeldung erhalten alle Eltern einen Termin beim Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, wo der Amtsarzt die Schulreife untersucht. In Ausnahmefällen können Kinder auch von der Schulpflicht zurückgestellt werden. Es müssen schon besondere Gründe wie etwa eine Behinderung oder eine erhebliche Entwicklungsverzögerung vorliegen. Über die Befreiung von der Schulpflicht müssen die Ärzte des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes entscheiden. Durch die Einführung der flexiblen Schulanfangsphase sollen die Rückstellungen praktisch überflüssig werden. Schließlich können die Kinder die Anfangsphase je nach Entwicklungsstand in den altersgemischten Gruppen in zwei oder drei Jahren durchlaufen, ohne dabei "sitzen" zu bleiben.

Was sind Kann-Kinder?

Umgekehrt gibt es auch die Möglichkeit, Kinder vorzeitig in der Schule anzumelden. Das Vorziehen der Schulpflicht ist wesentlich einfacher als die Rückstellung. Ist ein Kind von Januar bis März 2004 geboren, gilt es als sogenanntes "Kann-Kind". Gedacht ist die Regelung für besonders begabte Kinder, die zu Hause oder in der Kita unterfordert sind. Ein besonderer Antrag ist nicht nötig, die Eltern melden die "Kann-Kinder" einfach an der zuständigen Schule an.

Wann ist die Einschulung?

Für alle Kinder, die jetzt angemeldet werden, ist die Einschulungsfeier am Sonnabend, dem 5. September 2009. Der erste Schultag ist dann der 7. September. Hortbetreuung kann aber schon vom 1. August an in Anspruch genommen werden.