Öffentlicher Nahverkehr

U-Bahnhof Alexanderplatz ist endlich fertig

Der größte Umsteigeknotenpunkt der Berliner U-Bahn hat nun zwei neue Ausgänge. Damit ist die gesamte Sanierung des U-Bahnhofs Alexanderplatz abgeschlossen. Die BVG hatte für die Modernisierung seit 2003 rund 30 Millionen Euro investiert.

Die Fliesen glänzten, der Boden war blank gefegt und die Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zeigten sich bester Laune. Am Sonnabend haben Mittes Stadtrat für Stadtentwicklung, Ephraim Gothe (SPD), und BVG-Vorstandschef Andreas Sturmowski einen von zwei neuen U-Bahnhof-Ausgängen am Alexanderplatz eröffnet. Damit ist die Gesamtsanierung des U-Bahnkomplexes abgeschlossen. Sie hatte im März 2003 begonnen und 30 Millionen Euro gekostet, sagte Sturmowski und zerschnitt mit Gothe das rote Band vor dem östlichen Ausgang.

Gothe hob die Bedeutung des größten Umsteigeknotenpunktes hervor: Täglich steigen am Alex 180.000 Menschen um.

Modernisiert wurden die drei U-Bahnlinien der U2, U5 und U8, 86 Treppen, vier Aufzüge und sieben Ausgänge. In den Untergeschossen wirkt es nun erstaunlich aufgeräumt, sauber und hell.

Mit dem Kommentar: „Mir gefallen die Wände am besten“, lobten Touristen wie Trambahn-Fahrer Josef Koupil (27) und die siebenjährige Berlinerin Alina Lange die nachgebrannten hellblauen, türkisen und grauen Fliesen. Die Originale stammten aus dem Jahr 1929. „Sieht aus wie ein Badezimmer, aber das ist historisch“, sagte Koupil, der zur Eröffnung aus Prag angereist war.

Auch die Ladengasse zwischen den Bahnsteigen der U8 und der U2 ist neu gestaltet worden. „So ist es schöner, ich arbeite gerne hier“ sagt Marina Rohde, die seit 1985 Strumpfhosen und Strümpfe verkauft, jetzt auf 20 Quadratmetern. Rohde hat montags bis freitags geöffnet. Täglich von 4 bis 1 Uhr sind die sechs Mitarbeiter von ‚scoom' im Einsatz. Das neue Geschäft bietet Café und Getränke aus fairem Handel und in Bio-Qualität an.

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