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Historische Gebäude der nördlichen Friedrichstraße

Friedrichstadtpalast

Seine Geschichte geht zurück auf eine Markthalle von 1867, die sich zwischen dem heutigen Bertolt-Brecht-Platz und der Straße Am Zirkus befand. Sieben Monate nach ihrer Eröffnung musste sie wegen Unwirtschaftlichkeit schließen. Ab 1873 diente die Halle als Zirkus-Winterquartier. Es folgt ein Umbau zum festen Zirkus mit etwa 5000 Plätzen. 1919 kaufte Max Reinhardt das Gebäude zur Inszenierung seiner Bühnenstücke und richtete darin das Große Schauspielhaus ein. 1947 Umbenennung in Friedrichstadt-Palast, der 1980 wegen Baufälligkeit geschlossen und 1986 abgerissen wurde.

Theater am Schiffbauerdamm

Das Theater am Schiffbauerdamm wurde am 19. November 1892 als „Neues Theater“ am Schiffbauerdamm 4a/5 eröffnet. Der neobarocke Bau von Heinrich Seeling ist eines der prächtigsten Theater Deutschlands, steht heute unter Denkmalschutz. 1903–1906 stand das Haus unter der Direktion Max Reinhardts. Von 1906 bis 1925 war es meist Unterhaltungs- und Operettentheater. 1912 wurde es Montis Operettentheater genannt, ab 1916 Neues Operettenhaus, ab 1921 Neues Operettentheater. Seit 1949 Herberge des Berliner Ensembles.

Admiralspalast

An der Friedrichstraße 101/102 wurde 1873 das Admiralsgartenbad von Kyllmann/Heyden gebaut. 1910 wurde es abgerissen und nach Plänen von Schweitzer/Diepenbrock ein Eispalast errichtet. 1911 wurde das Haus als Admiralspalast eröffnet und zu einer großen Vergnügungsstätte. Später wurde das Konzept geändert und zum Revuetheater umgebaut. 1939 wurde der Admiralspalast mit dem Metropol-Theater vereinigt. Bis zur Schließung 1997 wurden im großen Saal mit 1400 Plätzen Operetten und Musicals aufgeführt. 2005 übernahm Falk Walter 2005 den Gebäudekomplex und sanierte ihn. Wiedereröffnung: 11. August 2006.

( BMO )