Brandnacht in Berlin

Mann stirbt durch Feuer, historische Tram wird zerstört

Gleich zwei verheerende Brände gab es in der Nacht zu Sonntag in Berlin. Aus einer Wohnung in Wedding konnte die Feuerwehr einen 63-Jährigen nur noch tot bergen. In Köpenick kämpfte ein Großaufgebot gegen einen Brand in einer Lagerhalle. Doch auch dort war nicht mehr viel auszurichten. Unter anderem verbrannte eine nostalgische Straßenbahn der BVG.

Foto: Olaf Wagner / Pressefoto Wagner

Es war fast fünf Uhr morgens, als Bewohner eines Hauses in der Martin-Opitz-Straße in Wedding die Feuerwehr riefen, weil es in einer Wohnung im ersten Stock brannte. Doch als die Feuerwehr eintraf, konnte sie den 63-jährigen Mieter nur noch tot aus seinem Schlafzimmmer bergen. Die Ursache des offenbar in der Küche ausgebrochenen Feuers ist noch ungeklärt.

Zuvor war die Feuerwehr bereits zu einem Großeinsatz nach Köpenick gerufen worden. Aus noch ungeklärter Ursache war dort gegen 21.50 Uhr der etwa 300 Quadratmeter große Dachstuhl einer Lagerhalle für Boote am Adlergestell in Brand geraten. Das Feuer breitete sich auf das benachbarte Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Schmöckwitz aus. Die Berliner Feuerwehr war mit rund 50 Einsatzfahrzeugen am Ort des Geschehens. Dennoch wurden die in der Halle gelagerten Boote, Bootzubehör und eine nostalgische Straßenbahn der BVG zerstört.

Eine positive Meldung in Sachen Bränden hatte die Polizei aber auch zu vermelden. Gegen 21.30 Uhr nahmen Beamte in Kreuzberg einen Mann fest, der zuvor in der Gegend sechs Brände in den Innenhöfen von Wohnhäusern gelegt haben soll. Er steht im Verdacht, in der Friedrichstraße und in der Wilhelmstraße in Kreuzberg Sperrmüll und Mülltonnen in Brand gesetzt haben. Menschenleben waren nicht in Gefahr. Der Festgenommene war der Polizei bereits wegen ähnlicher Delikte bekannt.

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