Fahrgast-Service

BVG hat weniger Mobilitätshelfer als geplant

Ein ehrgeiziges Projekt des neu geschaffenen öffentlich geförderten Beschäftigungssektors (ÖBS) fällt zumindest zunächst deutlich kleiner aus als geplant. Nur 25 Mitarbeiter ab Oktober im Einsatz. Von Hunderten Langzeitarbeitslose war ursprünglich die Rede.

250 Langzeitarbeitslose sollten noch in diesem Jahr als sogenannte Mobilitätshelfer den Service in Bahnhöfen, Bussen und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verbessern. Tatsächlich werden es zum Auftakt im Oktober wohl allenfalls 25 sein, wie BVG-Sprecherin Petra Reetz gestern bestätigte.

Von einem verpatzten Start könne aber keine Rede sein, betont Reetz. Ein Projekt wie dieses müsse sich in Berlin bei Arbeitslosen, Ämtern und BVG-Kunden gleichermaßen erst etablieren. Schließlich betrete man in vielerlei Hinsicht Neuland. „Wir sind froh, wenn wir jetzt überhaupt anfangen können.“

Tatsächlich sind Finanzierungsmodell und Aufgabenbereich der Mobilitätshelfer Premieren für Berlin. Finanziert werden die Jobs gemeinsam von Bund und Land. 700Euro monatlich schießt der Bund pro Stelle zu. Verdienen sollen die Mobilitätshelfer 1300 Euro brutto. Dafür, so der Plan, sollen sie Fahrplanauskünfte erteilen, bei der Orientierung helfen und – wenn nötig – auch einmal schwere Taschen oder Kinderwagen tragen helfen.

Ein erstes Gespräch mit 30 potenziellen Bewerbern fand gestern statt. Die eigentliche Schulung der Langzeitarbeitslosen bei einem privaten Bildungsträger kann aber erst im September beginnen, wenn das Bundesverwaltungsamt grünes Licht gegeben hat. 250 Stellen hat die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales dort zunächst beantragt. Weitere 250 sollen folgen. Eine positive Entscheidung wird in Kürze erwartet.

Ursprünglich war geplant, die ersten Helfer nach einer mehrwöchigen Schulung bereits am 1.Oktober in die Bahnhöfe und Züge zu schicken und bis Jahresende alle 250 Stellen zu besetzen. Inzwischen geht auch die Senatsverwaltung von weniger Mobilitätshelfern und einem späteren Start „im Oktober oder November“ aus.