Baustelle

Arbeiten am Ostkreuz beeinträchtigen S-Bahn

Mit der Nachtruhe ist es für die Anwohner am Ostkreuz vorbei: Jetzt wird wieder gebaut. Eine gewaltige Baumaschine rammt bis zu 34 Meter tiefe Löcher für zwei neue Brücken in die Erde.

Für die Anwohner des Ostkreuzes ist die kurze Zeit der nächtlichen Ruhe vorbei. Aufgrund einer Ausnahmegenehmigung der Senatsgesundheitsverwaltung wird an dem S-Bahn-Knoten an der Grenze von Friedrichshain und Lichtenberg seit Freitagnacht wieder gebaut.

Eine gewaltige Baumaschine rammt bis zu 34 Meter tiefe Löcher in die Erde. Auf Pfählen gegründet, sollen die neuen Brücken für die Ring- und Regionalbahn sowie für die Kynaststraße entstehen. Parallel läuft – ebenfalls lärmintensiv – der Abriss des letzten Brückenpfeilers an der Hauptstraße. Er war im Juli stehen geblieben, weil eine Anwohnerklage die nächtlichen Bauarbeiten zeitweise gestoppt hatte.

Nun darf die Bahn nachts wieder bauen, vorerst bis zum 31.Oktober. Nur die Sonntage sollen lärmfrei bleiben. Bis zur endgültigen Gerichtsentscheidung heißt es für die Anwohner: Sie müssen den Lärm ertragen oder können auf Kosten der Bahn im Hotel übernachten. Die Bahn kann derzeit noch nicht einschätzen, wie die bisherige Verzögerung und mögliche weitere juristische Auseinandersetzungen den bis 2016 kalkulierten Zeitplan für den 411 Millionen Euro teuren Umbau des Ostkreuzes beeinflussen.

Die Baumaßnahmen treffen aber auch an diesem Wochenende die Fahrgäste der S-Bahn. Weil die Spezialmaschinen in den Bereich der Gleise manövriert werden, mussten die Stromschienen auf der Trasse der Linien S5, S7 und S75 demontiert werden. Die Linien fahren über die Gleise der S3 bis Rummelsburg. Von dort fahren Ersatzbusse bis zum Bahnhof Lichtenberg.

Die Sperrung dauert nach Bahn-Angaben bis Montag, 1.30Uhr. Sie ist an diesem Wochenende nicht die einzige Behinderung im S-Bahn-Verkehr. Ebenfalls bis Montag (4Uhr) ist auch die Ringbahn unterbrochen. Grund ist der Abriss einer Brücke am Spandauer Damm.