Verkehr in Berlin

Senatsverwaltung senkt die Parkgebühren

Die Parkgebühren in Berlin werden gesenkt - für Anwohner wird es deutlich billiger, den Wagen an der Straße abzustellen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung reduziert die Gebühren um mehr als die Hälfte.

Foto: Christian Hahn

Parkgebühren an Berliner Straßen für Anwohner und ihre Gäste werden deutlich billiger. Anwohnervignetten kosten vom 1. August an für zwei Jahre 20,40 Euro und nicht mehr wie bisher 51 Euro. Das kündigte die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer (SPD) im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses an.

Für auswärtige Besucher von Anwohnern der Parkraumbewirtschaftungsgebiete soll es Besuchervignetten geben. Sie kosten 10,20 Euro für drei Tage. Bei längerer Aufenthaltsdauer wird es teurer. Für maximal vier Wochen werden 25 Euro fällig.

Die neue Gebührenregelung solle dazu beitragen, die Akzeptanz der für Verkehr und Umwelt eminent wichtigen Parkraumbewirtschaftung zu steigern, erklärte Junge-Reyer. Erhoben werde nur noch eine Gebühr zur Deckung der Verwaltungskosten.

Mit der Verbilligung folgt der Senat einer Anregung von SPD, Linken und Grünen, wie die drei Parlamentsfraktionen in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. "Damit werden die Anwohner stärker zu Verbündeten der Parkraumbewirtschaftung gemacht“, sagt Christian Gaebler, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Die Parkraumbewirtschaftung solle vor allem den Anwohnern und den Gewerbetreibenden dienen, nicht unbedingt den Pendlern.

Nach Angaben Gaeblers seien die Bezirke für die Umsetzung der Neuregelung zuständig. Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf hätten bereits signalisiert, die Vignette zum günstigeren Preis verkaufen zu wollen.

Für die Bezirke ergebe sich durch die günstigere Parkplakette ein Verlust von jährlich etwa einer Million Euro, sagte Gaebler weiter.

Den Parkausweis für ihre Gäste sollen Anwohner unkompliziert im Internet besorgen können.