Lichtenberg

AfD-Kandidat Kay Nerstheimer holt Direktmandat in Berlin

Die AfD gewinnt bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl im Bezirk Lichtenberg im Osten der Hauptstadt ihr erstes Direktmandat.

Die AfD gewinnt bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl im Bezirk Lichtenberg im Osten der Hauptstadt ihr erstes Direktmandat. Kandidat Kay Nerstheimer kommt im Wahlkreis Lichtenberg 1 nach Angaben der Landeswahlleiterin bei den Erststimmen der Abgeordnetenhauswahl auf 26,0 Prozent. Er liegt damit einen Prozentpunkt vor der Linke-Kandidatin Ines Schmidt.

Die rechtspopulistische Partei kann sich nach den Wahlen in Berlin rechnerisch gute Hoffnungen auf mehrere Stadtratsposten in einigen Bezirken machen.

In Treptow-Köpenick belegte die AfD am Sonntagabend bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zwischenzeitlich mit rund 20 Prozent den dritten Platz. Ausgezählt waren da 121 von 150 Wahlbezirken. Die AfD lag damit nur knapp hinter SPD und Linken.

In Marzahn-Hellersdorf lag die AfD mit rund 23 Prozent auf dem zweiten Platz hinter den Linken. Ausgezählt waren 75 von 182 Wahlbezirken. In Lichtenberg war die AfD auf dem dritten Platz, nachdem 207 von 233 Wahlbezirken ausgezählt waren. Auch in Spandau und Reinickendorf im Westteil der Hauptstadt lag die AfD bei der BVV-Wahl zwischenzeitlich auf dem dritten Platz.

Die vier Stadtratsposten pro Bezirk, die unterhalb der Bezirksbürgermeister angesiedelt sind, werden nicht über politische Koalitionen vergeben, sondern nach einem Berechnungssystem, das die zwei, drei oder vier Parteien mit den meisten Wählerstimmen berücksichtigt. Meist erhält die drittstärkste Partei noch einen der Posten. Allerdings gab es in den anderen Parteien Überlegungen, mögliche AfD-Kandidaten nicht zu wählen.