Abgeordnetenhauswahl 2016

Wieso Berlins Wahlleiterin Briefwahl skeptisch sieht

Am Sonntag wird in Berlin gewählt - viele haben ihr Kreuz aber schon längst gemacht. Die Landeswahlleiterin sieht das skeptisch.

Die Landeswahlleiterin für Berlin, Petra Michaelis-Merzbach

Die Landeswahlleiterin für Berlin, Petra Michaelis-Merzbach

Foto: Sophia Kembowski / dpa

Fast jeder fünfte Berliner Wahlberechtigte will seine Stimme schon vor dem Wahltag per Brief abgeben. Es seien mehr als 512 000 Wahlscheine ausgestellt worden, sagte Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach am Mittwoch.

Vier Tage vor der Abgeordnetenhauswahl am 18. September sei die Zahl bereits größer als bei der letzten Wahl insgesamt und entspreche 18,5 Prozent der rund 2,48 Millionen Wahlberechtigten. Bis zum Wahltag werde es voraussichtlich einen Briefwahl-Rekord geben.

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Briefwahl fehleranfälliger als Wahl an der Urne

Sie habe deswegen „gemischte Gefühle“, sagte die Landeswahlleiterin und rief zur sogenannten Urnenwahl im Wahllokal auf. Die hohe Zahl der Briefwahlanträge deute zwar auf eine hohe Wahlbeteiligung hin. Zugleich aber könne niemand wissen, wer zu Hause wirklich das Kreuz auf dem Wahlschein mache oder die Wähler beeinflusse. Das „Massengeschäft mit Laien“ sei fehleranfälliger als die normale Wahl.

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Die 1779 Berliner Wahllokale sind am Sonntag von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Um Direktmandate in den 78 Wahlkreisen bewerben sich 652 Kandidaten. Mindestens 52 weitere Mandate werden über die Parteilisten vergeben. Um die Zweitstimme konkurrieren 21 Parteien.

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