Wahl 2016

Das sind die wichtigsten Probleme in Tempelhof-Schöneberg

Rathaus Schöneberg

Rathaus Schöneberg

Foto: dpa Picture-Alliance / Jens Kalaene / picture alliance / ZB

Bunter Innenstadtbezirk

Unterschiedlicher und facettenreicher kann ein Bezirk kaum sein. Er reicht vom schwul-lesbischen Kiez rund um den Nollendorfplatz bis zum gutbürgerlichen Lichtenrade im Süden, wo die Aufwertung der Bahnhofstraße geplant ist. Mit den vier Milieuschutzgebieten hat der Bezirk bereits auf die Verdrängung aus stark nachgefragten Kiezen wie etwa am Bayerischen Platz reagiert. Doch das Thema Wohnungen und Mieten wird in diesem Innenstadtbezirk wichtig bleiben. Zudem noch immer Flüchtlinge in der größten Notunterkunft der Stadt, in den Hangars im früheren Flughafen Tempelhof, leben.

Lösungen für die Maaßenstraße finden

Das neue Bezirksamt muss viele drängende Probleme anpacken. Dazu gehört, die Bürgerämter personell so auszustatten, dass Termine zeitnah vergeben werden können. Auch die städtebauliche Entwicklung rund um den Bahnhof Südkreuz muss vorangetrieben werden, damit das Stadtquartier nach der Inbetriebnahme des neuen Flughafens auch wirklich das „Tor zum BER“ werden kann. Die Kritik an der Maaßenstraße, die zu Berlins erster Begegnungszone umgebaut wurde, weil die Senatsverwaltung das Geld gab, muss endlich ernst genommen werden, notfalls in Form eines Rückbaus.

Parteien liegen dicht an dicht

Die Parteien liegen in den Prognosen für die Wahl im Bezirk dicht an dicht. Zwar hatte Bernd Krömer (CDU) 2011 in Tempelhof-Schöneberg die meisten Stimmen geholt. Durch eine Zählgemeinschaft mit den Grünen wurde jedoch Angelika Schöttler (SPD) Bezirksbürgermeisterin. Sie kandidiert wieder als Spitzenkandidatin der SPD für dieses Amt. Jutta Kaddatz, die im Bezirksamt als Stadträtin für die Ressorts Bildung, Kultur und Sport zuständig ist, möchte Bezirksbürgermeisterin werden, wenn die CDU siegt. Jörn Oltmann, Fraktionschef, ist der Kandidat der Grünen.