Zeitgeschichte

30 Jahre Mauerfall – Zeigen Sie uns das Gesicht Berlins

Ihre Fotos sind gefragt: Die Gesellschaft Historisches Berlin sucht Bilder der Hauptstadt aus den vergangenen drei Jahrzehnten.

Im Herzen Berlins rund um den Schloßplatz hat sich besonders viel verändert – daran wird auch während des 30-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls vom 4. bis zum 10. November 2019 erinnert. Eine Lichtprojektion wird die Fassade des abgerissenen Palastes der Republik auf die Ostseite des neu errichteten Humboldt-Forums projizieren.

Im Herzen Berlins rund um den Schloßplatz hat sich besonders viel verändert – daran wird auch während des 30-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls vom 4. bis zum 10. November 2019 erinnert. Eine Lichtprojektion wird die Fassade des abgerissenen Palastes der Republik auf die Ostseite des neu errichteten Humboldt-Forums projizieren.

Foto: Kulturprojekte Berlin unter Verwendung von Fotos von Harf Zimmermann

Berlin hat sich unglaublich verändert – vor allen in den knapp 30 Jahren nach dem Mauerfall. Nicht nur jüngeren Menschen fällt es schwer, sich vorzustellen, wie Berlin zu dieser Zeitenwende aussah – und wie sich Stück für Stück das Stadtbild wandelte. Angesichts der enormen Veränderungen in den vergangenen 30 Jahren haben auch Ältere durchaus Mühe, sich zu erinnern. Die Gesellschaft Historisches Berlin (GHB) sucht mit Unterstützung der Berliner Morgenpost deshalb Bilder der Hauptstadt aus den letzten drei Jahrzehnten.

Was hat sich verändert?

Ihre Mithilfe ist gefragt: Wer hat Fotos und kann Sie zur Verfügung stellen? Gesucht sind Bilder, die die Baugeschichte Berlins seit 1989 betreffen. Also vor allem Bilder von Gebäuden, Straßenfronten oder Plätzen, die eine Situation vor der Restaurierung oder Rekonstruktion und nach dem Wiederaufbau oder Umbau zeigen.

Welche Bauten haben den Krieg, die Zeit des Sozialismus und die Jahre nach dem Mauerfall überlebt? Welche Gebäude standen kurz vor dem Verfall und was ist aus ihnen geworden? Straßen, Plätze und Schienenwege waren oft durchtrennt – ließen sie sich wieder verbinden? Was findet sich dort heute? Ausdrucksstarke Bilder, die Antworten auf einige dieser Fragen liefern, werden prämiert.

Die schönsten Fotos bekommen einen Preis

Der erste Preis ist eine Jahreskarte der Stiftung Preußischen Schlösser und Gärten. Ein ganzes Jahr lang können Sie damit alle Schlösser, alle Sonderausstellungen der Stiftung sowie vielfältige Vergünstigungen genießen. Der zweite Preis ist eine Jahreskarte für den Besuch aller Dauerausstellungen der Staatlichen Museen zu Berlin während der gesamten Öffnungszeit. Der dritte Preis ist die „Architekturgeschichte Berlins“, ein Bildband, in dem Autor Bert Hoppe 800 Jahre Baugeschichte zusammenfasst. Die besten Bilder erscheinen zudem in einer Publikation.

Fotodokumentation geplant

Am 9. November 2019 sind seit Maueröffnung dreißig Jahre vergangen. Eine Zeitenwende, die sich auch im Berliner Stadtbild spiegelt. Die Gesellschaft Historisches Berlin, kurz nach dem Mauerfall mit dem Ziel gegründet, Berliner Geschichte erleb- und sichtbar zu erhalten, nimmt dieses Jubiläum auch zum Anlass, eine entsprechende Dokumentation zusammenzustellen.

Eine Jury, bestehend aus dem Vorsitzenden der GHB, Gerhard Hoya, der Architektin Susanne Keller, dem Historiker Benedikt Goebel sowie der Morgenpost-Redakteurin Isabell Jürgens, wählt aus allen Einsendungen die drei schönsten aus.

Wiederaufbau Berlins seit 1989

Die GHB wird die Geschichte der Bildmotive recherchieren und die Ergebnisse mitsamt der Fotos in einer Broschüre zum „Wiederaufbau Berlins seit 1989“ veröffentlichen.

Den Bildern sind bitte neben Absender (Vor- und Zuname) sowie Kontaktmöglichkeiten (E-Mail, ggf. Anschrift, Telefon) folgende Informationen möglichst vollständig beizufügen: Was zeigt das Bildmaterial? Wer hat es aufgenommen? Aus welchem Anlass und wann ist es entstanden? Was verbindet den Besitzer mit diesen Zeitdokumenten?

Angenommen werden Einsendungen von Bilddateien (z. B. jpg, gif) ebenso wie Scans und Originale – die Sie selbstverständlich wieder zurückbekommen.

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