Historie

Auf den Spuren der Berliner Mauer

28 Jahre lang war sie das Symbol der Deutschen Teilung: Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Wo sie heute noch zu finden ist.

Reste der Berliner Mauer an der Niederkirchnerstraße. Daneben der Martin-Gropius-Bau.

Reste der Berliner Mauer an der Niederkirchnerstraße. Daneben der Martin-Gropius-Bau.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Berlin. Sie war das Symbol der deutschen Teilung und mit Minen, Selbstschussanlagen sowie ihren Grenzsoldaten der Inbegriff der diabolischen DDR-Grenzmaschinerie. 28 Jahre lang galt die Berliner Mauer als nahezu unüberwindbar.

Mindestens 140 Menschen wurden dort getötet oder verloren in direktem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ihr Leben. In Folge eines politischen Gezeitenwechsels und der Friedlichen Revolution der Menschen in der DDR kam es am 9. November 1989 dann zum Fall der Mauer.

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155 Kilometer Grenze durch die Stadt

Wer nun anlässlich des 31. Jahrestages noch Reste der einst 155 Kilometer langen Grenze in der Stadt entdecken will, muss schon genau wissen, wo er fündig wird.

Der Bau der Mauer begann am frühen Morgen des 13. August 1961 – einem Sonntag. Grenzpolizisten rissen das Straßenpflaster auf, errichteten aus Asphaltbrocken und Steinen Barrikaden. Einheiten der Nationalen Volksarmee und sowjetische Truppen sicherten den stadtweiten Einsatz ab.

In den Nachrichten vermeldete die DDR-Führung den Bau eines „antifaschistischen Schutzwalls“, mit dem die von den drei Westalliierten besetzten deutschen Gebiete und Berliner Sektoren nunmehr von der DDR und von Ost-Berlin, die von den Russen besetzt waren, getrennt wurden.

Eine Million Ost-Berliner von 2,3 Millionen West-Berlinern getrennt

Sie schnitt eine Million Ost-Berliner von 2,3 Millionen West-Berlinern ab. Zentraler Erinnerungsort an die deutsche Teilung ist die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Dort erleben Besucher, wie die Grenzanlagen Ende der 80er-Jahre aussahen und wie die Staffelung der Grenzanlage aufgebaut war.

Die längste heute noch erhaltene Strecke der Berliner Mauer befindet sich zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof: Die offizielle Bezeichnung in der DDR lautete „Grenzmauer 75“. Doch kurz nach dem 9. November 1989 machten sich bald 118 Künstler aus Ost und West daran, den Wall, hinter dem sich bis zur Spree der Todesstreifen erstreckt hatte, in die längste Open-Air-Ausstellung der Welt zu verwandeln.

Heute ist das Teilstück als „East Side Gallery“ bekannt und zählt zu den Berliner Anziehungspunkten für Touristen. 4,1 Millionen Besucher kommen jährlich.