Luftverkehr

Stölln erinnert an spektakuläre Landung vor 30 Jahren

1989 flog Pilot Heinz-Dieter Kallbach eine vom regulären Flugbetrieb ausrangierte Interflug-Maschine vom Typ IL-62 ins Havelland.

Das Gelände des Fliegerparks in Stölln (Brandenburg) mit der hier gelandete IL 62 der DDR-Interflug.

Das Gelände des Fliegerparks in Stölln (Brandenburg) mit der hier gelandete IL 62 der DDR-Interflug.

Foto: dpa

Stölln. Mit einer Festveranstaltung wird am 26. Oktober (11 Uhr) im Otto-Lilienthal-Museum Stölln (Havelland) an eine spektakuläre Aktion vor 30 Jahren erinnert. Am 23. Oktober 1989 hatte Pilot Heinz-Dieter Kallbach gemeinsam mit drei Besatzungsmitgliedern eine vom regulären Flugbetrieb ausrangierte Interflug-Maschine vom Typ IL-62 in Stölln sicher gelandet.

Er steht damit im Guinnessbuch der Rekorde. Es war ihm gelungen, das Flugzeug auf einer 850 Meter langen Graspiste für Segelflieger ohne Schäden zum Stehen zu bringen. Normalerweise ist eine Betonlandepiste von mindestens 2500 Metern Länge notwendig.

Die Maschine, die noch heute Hauptattraktion des jährlich 20.000 Besucher zählenden Museums ist, wurde von den Stöllnern "Lady Agnes" nach der Frau des Flugpioniers Lilienthal getauft. In dem Flugzeug befindet sich auch ein Standesamt, in dem Pilot Kallbach oft als Trauzeuge zu Gast ist.

Der 79-Jährige gilt als dienstältester Flugkapitän Deutschlands. Erst im kommenden Jahr erlischt seine Fliegerlizenz, sagt Kallbach, der in einer Seniorenresidenz in Bad Saarow (Oder-Spree) lebt.