120 Jahre Morgenpost

Viele Glückwünsche zum Morgenpost-Jubiläum

300 Gäste feiern beim Empfang über den Dächern der City den 120. Geburtstag der Berliner Morgenpost.

So war der Herbstempfang der Morgenpost

Der diesjährige Herbstempfang stand unter einem besonderen Motto: 120 Jahre Morgenpost. Gefeiert wurde im "Neni".

So war der Herbstempfang der Morgenpost

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Berlin. Der vierte Empfang der Berliner Morgenpost ist in diesem Jahr ein ganz besonderer gewesen. 300 Gäste feierten über den Dächern der City West im Hotel „25hours“ den 120. Geburtstag der Berliner Morgenpost. Einige Leser brachten sogar Geschenke mit, Blumen, Weinflaschen und persönliche Briefe. „Ich werde in diesem Jahr 80 und möchte zu Ihrem 150. Geburtstag wieder eingeladen werden“, sagte Lothar Friedemann aus Buckow, der sich seit 57 Jahren aus der traditionsreichsten Berliner Tageszeitung über Weltpolitik und Kiezgeschehen informiert.

Chefredakteurin Christine Richter, in der 120-jährigen Geschichte der Zeitung die erste Frau an der Spitze, kündigte in ihrer Rede die neue Offensive der Morgenpost an. „Wir wollen noch näher ran“, sagte Richter: „Darum haben wir jetzt wieder Reporter in jeden der zwölf Bezirke geschickt.“

Verlagsgeschäftsführer Ove Saffe bemerkte, er sei zwar zu vorsichtig, um zu sagen, diese Strategie werde für „die nächsten 120 Jahre“ halten: „Aber für die nächsten fünf bis zum nächsten Jubiläum.“ Christine Richter nahm den Ball auf: „Den 125. Geburtstag feiern wir dann am Flughafen BER“, sagte die Chefredakteurin und viele Gäste im Publikum schmunzelten. Solche Scherze passten zur gelösten Stimmung, die sich gern einstellt bei dem weitem Blick über den Zoo von der Monkey Bar und aus dem Restaurant Neni mit ihren beiden Dachterrassen.

Wichtiges Gesprächsthema für viele Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft, darunter der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, sowie Israels Botschafter Jeremy Issacharoff, war natürlich die politische Lage in der Bundesregierung nach dem Rauswurf und der Beförderung des Verfassungsschutz-Chefs Hans-Georg Maaßen. „Man stelle sich vor, wir würden in Berlin so regieren“, sagte ein Senatsmitglied kopfschüttelnd.

Zu Gast waren auch die Gesellschafter der Funke Mediengruppe wie Verlegerin Julia Becker. „Der Empfang der Berliner Morgenpost ist immer rot angestrichen in meinem Kalender, das ist ein ganz besonderes Highlight für unser Unternehmen“, sagte Becker, die in Essen lebt. Die Hauptstadt zu besuchen sei ohnehin „immer toll“. Und Berlin sei für sie ohne Morgenpost „nicht vorstellbar“, betonte Julia Becker. „Auf die nächsten 120 Jahre.“

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