120 Jahre Morgenpost

Karikaturen in der Morgenpost: Zeichnen, was ist

Humor gehörte vom ersten Tag an zur Berliner Morgenpost – in Glossen und Zeichnungen. Die Zeitung und ihre berühmten Karikaturisten.

Berliner Originale

Berliner Originale

Foto: Tomicek

Eigentlich zeichnete sich sein Weg als Künstler schon sehr früh ab. Jürgen Tomicek, 1957 im Allgäu geboren, aber verzichtete auf ein Kunst-Stipendium und wurde zunächst Motorradpolizist in Nordrhein-Westfalen. Nachdem zunächst die heimische Westfalenpost auf den Zeichner aufmerksam wurde, waren seine politischen Karikaturen bald schon fester Bestandteil vieler Tageszeitungen.

Heute gilt Tomicek als einer der am häufigsten abgedruckten Karikaturisten im deutschsprachigen Raum. Neben zahlreichen, auch internationalen Auszeichnungen, erhielt er 1997 den Deutschen Karikaturenpreis und im Jahr 2007 den Deutschen Preis für die politische Karikatur. Seine besten Karikaturen werden im familiär geführten Verlag Tomicek als Jahrbuch veröffentlicht.

Horst Haitzinger, geboren 1939 in Eferding (Österreich), ist einer der bekanntesten politischen Karikaturisten in Deutschland. Heute lebt und arbeitet er in München, neben der Berliner Morgenpost ist er für viele Zeitungen vorwiegend im Süden Deutschlands tätig.

Haitzinger studierte zunächst Gebrauchsgrafik an der Kunstgewerbeschule in Linz an der Donau, anschließend folgten zwölf Semester Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1958 erschienen seine ersten politischen Karikaturen im „Simplicissimus“. Von da an war Haitzinger ständiger Mitarbeiter dieser Zeitschrift. Seit Abschluss des Studiums ist Haitzinger freiberuflich tätig als Maler und Karikaturist für viele bekannte Zeitungen und Zeitschriften. Er wurde unter anderem aus­gezeichnet mit dem Deutschen Preis für die politische Karikatur „Mit spitzer Feder“ und auch im Wettbewerb Rückblende.