120 Jahre Morgenpost

Morgenpost-Leser im Kriminaltheater mit Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek und sein „Seelenbrecher“ begeistern Morgenpost-Leser im Kriminaltheater

Diesen Abend ließen sich viele Leser nicht entgehen: Zum 120. Jubiläum lud die Berliner Morgenpost 200 Gäste am Freitag ins Berliner Kriminaltheater nach Friedrichshain ein. Sie hatten die Karten für das Stück „Der Seelenbrecher“ von Bestsellerautor Sebastian Fitzek bei einem Gewinnspiel gewonnen. Der Autor höchstpersönlich begrüßte Fans und Leser, um aus dem Prolog des gleichnamigen Buches vorzulesen.

„Ich hätte nie gedacht, dass mein Werk mal auf einer Theaterbühne aufgeführt wird“, sagt Fitzek am Anfang der Vorstellung. Die Idee zu dem Buch kam ihm in einer psychiatrischen Klinik, als dort ein Notfall eingeliefert wurde. „Ich dachte mir, was wäre, wenn es sich nicht um einen Notfall handeln würde, sondern dies alles nur böser Schein ist. Ich brauche dann nur diesen kleinen Impuls und schon geht bei mir das Kopfkino los.“

Der „Seelenbrecher“ erzählt von drei jungen Frauen, die spurlos verschwinden. Nach einer Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den „Seelenbrecher“ nennt, findet man die Frauen verwahrlost und psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv.

Das Makabere, der Psycho, der „Thrill“

Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik in Berlin-Wannsee. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In Todesangst versuchen die Eingeschlossenen, einander zu schützen.

Fitzek liebt das Makabere, den Psycho, den „Thrill“. Im Zuge seiner Wohnzimmer­lesetour für sein Werk „Noah“, 2013, durften Fans abstimmen, wo die jeweilige Lesung stattfinden sollte. Die Wahl fiel unter anderem auf die Kanzel einer Kirche, ein Bestattungs­institut oder einen Zahnarztstuhl, auf dem der Schriftsteller Platz nehmen musste. Dabei liest Fitzek lieber ganz „langweilig“ in Buchhandlungen. „Denn da kommst du mit deinen Lesern leichter ins Gespräch und bist näher an der Reaktion für deine Stücke. Ich will wissen, was im Kopf meiner Leser vorgeht.“

Eine seiner größten Kritiker, so verrät Fitzek, sei seine Frau. Die bekommt das fertige Buch auch immer mit als Erste zu lesen. „Meine Werke entstehen beim Schreiben. So lauern in der Entwicklung der Geschichte auch für mich noch Überraschungen.“

Seit Anfang der 2000er-Jahre ist Fitzek als Autor aktiv. Ziemlich spät, mit Anfang 30, hat er mit dem Schreiben angefangen. Dass seine Werke so erfolgreich werden, hätte er nie für möglich gehalten. Sein erster Psychothriller, „Die Therapie“, eroberte die Taschenbuch-Bestsellerlisten. Mit den darauf folgenden Bestsellern „Amokspiel“, „Das Kind“, „Der Seelenbrecher“, „Splitter“ und „Der Augensammler“ festigte er seinen Ruf als der deutsche Star des Psychothrillers.

„Wenn ich ein neues Buch von Fitzek bekomme, hat das Priorität."

Vor der Aufführung hatten Fans noch die Möglichkeit, sich ein Buch vom Autor signieren zu lassen. Voller Freude machte Pia Fritz (40) davon Gebrauch: „Danke, dass jedes Jahr im Oktober ein neues Werk erscheint, da habe ich immer gleich das richtige Geburtstagsgeschenk für meinen Schatz. So verschenkt man statt Blumen lieber einen Psychothriller.“

Und ihr Mann Michael Fritz sagte: „Wenn ich ein neues Buch von Fitzek bekomme, hat das Priorität und ist meistens schon nach drei Tagen durchgelesen.“ Die Morgenpost-Leser sind Fitzek-Fans der ersten Stunde. „Das, was dem Autor in seinen Werken auf einzigartige Weise immer gelingt, ist die Gratwan­derung zur Realität.“

Am Ende applaudiert das Publikum frenetisch. Auch Jagoda (25) und Natalia (23). Sie sind noch keine Fitzek-Fans, aber „auf dem besten Weg dorthin“, wie sie sagen. Bislang hat Jagoda „Die Therapie“ und Natalie „Das Kind“ gelesen. Den „Seelenbrecher“ kannten beide noch nicht. Sie sind begeistert von dem Stück. „Anfangs hat es sich etwas gezogen, aber so ein Verwirrspiel haben wir uns auch gewünscht. Das hielt über das gesamte Stück den Spannungsbogen aufrecht.“

Weitere attraktive Gewinne, wie einen Besuch im Schloss Bellevue oder VIP-Karten für das Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt, verlost die Berliner Morgenpost im Zuge ihrer 120-Jahr-Feier an ihre Leser.

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