Advent in Berlin

Das sind die schönsten Weihnachtsmärkte in Berlin

Berlin bietet eine große Vielfalt an stimmungsvollen Weihnachtsmärkten zur Adventszeit. Dies sind die 13 schönsten in der Stadt.

Weihnachtsmarkt an Berliner Gedächtniskirche geöffnet

Zum dritten Mal seit dem Anschlag im Dezember 2016 kann der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz wieder besucht werden.

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Berlin. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Doch das trifft auf Weihnachtsmärkte nur bedingt zu. Unter fast 100 verschiedenen in Berlin kann man sich den passenden aussuchen – welche andere Stadt hat das zu bieten? Diese Vielfalt lockt in den kommenden Wochen auch Touristen an. Doch die haben meist nur zwei oder drei Tage Zeit. Echtes Weihnachtsmarkt-Hopping quer durch die Stadt und im gesamten Advent - das ist das Privileg der Berliner.

Sie haben die Chance, nach und nach die verschiedenen Orte zu erkunden: in der vornehmen Umgebung preußischer Schlösser, zu Füßen ehrwürdiger Gotteshäuser, auf großen Plätzen oder eher heimelig auf einem Dorfanger oder im Gutshof.

Wo auch immer - die bunten Lichter und weihnachtlichen Düfte vertreiben für ein paar Stunden die Dunkelheit und Kälte der Wintertage. Glühwein, Grog und heiße Schokolade wärmen auf. Crepes, Bratäpfel, Rostbratwürste und andere Leckerbissen sind reichlich im Angebot. Die Vorfreude auf Heiligabend stellt sich ein. Lieder wie „Last Christmas“ und „Winterwonderland“ sind täglich zu hören. Bläser spielen festliche Musik. Gaukler und Feuerkünstler unterhalten die Besucher. Auf vielen Märkten ist eine Krippe aufgebaut, mit Josef, Maria und dem gerade geborenen Jesuskind. Manchmal sind auch die Heiligen Drei Könige dabei, die kostbare Geschenke bringen.

Lesen Sie auch: Die große Übersicht über alle Weihnachtsmärkte 2019 in Berlin finden Sie HIER!

Wer selbst noch Geschenke für Familie und Freunde sucht, wird fündig. Holzpyramiden, geschnitzte Weihnachtsengel, warme Schals, Mützen und Handschuhe, Seifen in vielen Duftnoten, Schmuck und Schokolade und tausend andere Dinge stehen zur Auswahl.

Schlemmen, schlendern und schauen ist längst nicht alles: Kleine Eisbahnen verlocken zur sportlichen Einlage bei Musik und im Lichterglanz. Riesenrad und Karussells ziehen vor allem die jüngeren Besucher an. Besonders an Wochenenden herrscht Gedränge auf den Weihnachtsmärkten. Egal, welchen Markt man aufsucht – Wertvolles und Wichtiges sollte gut gesichert aufbewahrt werden. Das einzige, was Langfinger getrost stibitzen können, sollte ein Papiertaschentuch sein.

Hier eine Auswahl der schönsten Weihnachtsmärkte aus den Bezirken:

Charlottenburg: Der Romantische

Der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Charlottenburg ist mit seiner märchenhaften Kulisse und dem aufwendigen Beleuchtungskonzept, das das ganze Areal in eine Winterlandschaft verwandelt, der wahrscheinlich romantischste in Berlin – der nachhaltigste vielleicht auch. Auch bei der Dekoration der Holzhütten und Pagodenzelte wird konsequent auf Plastikschmuck verzichtet, in der Gastronomie gibt es umweltfreundliche Mehrwegsysteme. Selbst die Abfallbehälter sind aus Holz. Das Areal wird akribisch sauber gehalten. Am 6. Dezember kommt hier ein Nikolaus. Begleitet wird er von den Engeln des Lichts und den Musikern des Weihnachtsmarkt-Orchesters. Mittlerweile ebenfalls schon Tradition ist, dass die Christmas-Biker „Santa Claus on Road e.V.“ ihre Weihnachts-Tour unter dem Motto „Biker helfen Bedürftigen“ auf dem Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg beenden. Zu sehen sind die mehr als 500 weihnachtlich dekorierten Motorräder samt Fahrern am 16. Dezember.

Glühwein: 3,50 Euro
Eintritt: frei
Besonderheiten: Es gibt zwei nostalgische Karussells für Kinder, die kostenlos genutzt werden können

Charlottenburger Schloss, Spandauer Damm 20, bis 26. Dezember, Mo. bis Do., 14 bis 22 Uhr, Fr. bis So. 12 bis 22 Uhr, 25. und 26. Dezember 12 bis 20 Uhr, 24. Dezember geschlossen

Gendarmenmarkt: Der Verträumte

Wenn rundherum der Deutsche und Französische Dom erstrahlen und auch das Konzerthaus in Licht getaucht wird, merkt man: Das Ambiente auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt ist etwas Besonderes. Dazu trägt neben der historischen Kulisse auch der Markt selbst bei. Von billigem Trubel bleibt man hier verschont. Dafür gibt es Kunsthandwerk, Gastronomie und jeden Tag ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Auftritten von Blasorchestern, Chören, Schauspiel und Ballett.

Glühwein: 3,50 Euro, im beheizten Zelt 4 Euro
Eintritt: 1 Euro, Kinder unter 12 Jahre frei
Besonderheiten: Jeden Tag ein umfangreiches Bühnenprogramm mit Musik und Ballett

Weihnachtszauber am Gendarmenmarkt. 10117 Mitte. 25.11.–31.12. täglich 11–22 Uhr, 24.12 bis 18 Uhr. www.weihnachtsmarkt-berlin.de

Breitscheidplatz: Der Trubelige

Der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz hat wieder einen der schönsten Weihnachtsbäume der Stadt. 20 Meter hoch und mit roten und goldenen Kugeln und Lichtern geschmückt. Der Baum ist ein Bindeglied zwischen der Budenstadt und der Gedächtniskirche, die mit dem Markt kooperiert und ein adventliches Kulturprogramm anbietet. An Silvester gibt es vier Feuerwerke um 18, 20, 22 und 24 Uhr.

Glühwein: 4 Euro
Eintritt: frei
Besonderheiten: Die Gedächtniskirche mit ihrem Programm und der Möglichkeit, im Trubel einmal innezuhalten

Kurfürstendamm 237 Charlottenburg;, Öffnungszeiten Sonntag bis Donnerstag 11 bis 21 Uhr, Freitag und Sonnabend 11 bis 22 Uhr. Heiligabend 11 bis 14 Uhr, 25. und 26. Dezember 13 bis 21 Uhr, 31. Dezember 11 bis 01 Uhr, 1. Januar 2019 13 bis 21 Uhr

Spandauer Altstadt: Der Traditionelle

Der Spandauer Weihnachtsmarkt gehört zu den ältesten Berlins. 200 Stände gibt es dieses Jahr in der Altstadt, mit vielen internationalen Speisen, aber auch Dekoration und Kunsthandwerk. Hinzu kommt der „Spandauer Weihnachtstraum“ am Rathaus, wo es mit Fahrgeschäften lauter und bunter zugeht. Schade: Die Krippe mit lebenden Tieren fehlt, wegen eigentlich geplanter, nun aber verschobener Bauarbeiten. Dafür gibt es eine Krippe mit großen Figuren an der Tourist Information.

Glühwein: 3 Euro
Eintritt: frei
Besonderheiten: Familientag mit Rabattaktionen jeden Mittwoch, Mittelalter-Markt, täglich Bühnenprogramm

Spandauer Weihnachtsmarkt: 25. November bis 22. Dezember, So bis Do 11 bis 20 Uhr, Fr und Sbd von 11 bis 22 Uhr, Altstadt Spandau, www.partner-fuer-spandau.de

Späth’sche Baumschulen in Treptow-Köpenick: Der Rustikale

Der Weihnachtsmarkt der Späth’schen Baumschulen ist vielfältig. Das ganze Gelände, auf dem vor fast 300 Jahren die Baumschule gegründet wurde, wird bespielt: Es gibt Programm in der Märchenhütte und auf der Bühne, moderiert von 88,8-Moderator Ingo Hoppe. Lagerfeuer und Kaminöfen brennen, unter einem Weihnachtsbaum erklingt Live-Musik, Weihnachtsmann und -engel kommen, verschiedene Glühweine sind zu verkosten. Erstmalig kommt in diesem Jahr eine Natureisbahn hinzu.

Glühwein: 3 Euro bzw. 4 Euro mit Schuss
Eintritt: 5 Euro inklusive Rabatt für Weihnachtsbäume und Eisbahn, bis 16 Jahre frei
Besonderheiten: Märchenhütte, Natureisbahn, Lagerfeuer, Bühnenprogramm, Skulpturengarten

Weihnachtsmarkt bei den Späth’schen Baumschulen, 30.11./01.12; 7./8.12; 14./15.12., 11 bis 20 Uhr. Eisbahn täglich 12 bis 19 Uhr. Späthstraße 80-81. www.spaethsche-baumschulen.de

Kulturbrauerei in Pankow: Das Nordlicht

Elchgulasch und Glögg, skandinavische Schlichtheit statt Kitsch: Der Lucia Markt in der Kulturbrauerei ist das Nordlicht unter den Berliner Weihnachtsmärkten. Wo früher Bier gärte, huldigt man der Lichtgestalt Lucia, die alten Erzählungen zufolge im Dunkel des schwedischen Winters erstrahlt. Hier wärmen sich Besucher an Schwedenfeuern oder an der „Mantelheizung“, einem eigens entwickelten Unikat. Die höchsten Temperaturen verspricht aber eine mobile Sauna, die mit einer Regel bricht: Ausziehen soll sich niemand.

Glühwein: ab 3 Euro
Eintritt: frei
Besonderheiten: Open-Air-Mantelheizung und mobile Sauna

Lucia Weihnachtsmarkt, Schönhauser Allee 36, bis 22. Dezember, Mo-Fr 15 bis 22 Uhr, Sbd. und So. von 13 bis 22 Uhr

Domäne Dahlem: Der Bäuerliche

Auf der Domäne Dahlem können Besucher an jedem Adventswochenende an etwa 50 Marktständen das besondere Geschenk finden. Auf dem historischen Gutshof gibt es Kunsthandwerk, Schmuck, Textilien und Holzspielsachen. Am 2. und 4. Advent werden Bio-Weihnachtsbäume aus der Region verkauft. Im Landgasthaus reicht das Angebot von der Quiche mit Maronen bis zur Entenkeule. Fahrten über den Acker sind mit der Pferdekutsche und dem Traktor möglich. Musik und Feuershow ergänzen das Programm.

Bio-Glühwein: 3,50 Euro für 0,2l
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, bis 12 Jahre frei
Besonderheiten: Touren mit der Pferdekutsche und dem Traktor über den Acker, Ponyreiten, Feuershow

Domäne Dahlem, Königin-Luise-Straße 49, 30.11./1.12, 7.12./8.12., 14.12./15.12., 21.12./22.12., 11 bis 19 Uhr, www.domaene-dahlem.de

Naturschutzgebiet Malchow in Lichtenberg: Der Ländliche

Die Naturschutzstation Malchow lädt ein zu einem Weihnachtsmarkt. Auf ihrem Naturhof bieten weihnachtliche Verkaufsstände regionale Produkte an, dazu singt um 15 Uhr der Kammerchor Bella Musica. Das hofeigene Storchencafé sorgt für warme Speisen und Getränke. Kinder können im Alten Stall basteln oder Kerzen drehen, und mit ein wenig Glück kommt auch der Weihnachtsmann vorbei. Ausklingen lassen kann man den Tag bei einer Lichterandacht in der Malchower Dorfkirche um 18 Uhr.

Glühwein: 3 Euro
Eintritt: frei
Besonderheiten: in historischer Kulisse

Malchower Weihnachtsmarkt, 8.12., 12 bis 18 Uhr, Dorfstraße 35. www.naturschutz-malchow.de/index.php/aktuelles/termine

Nollendorfplatz in Schöneberg: Der Bunte

Ganz in pinkfarbenem Glanz-Dekor kommt der LGBTIQ-Weihnachtsmarkt am Nollendorfplatz daher. Neben der kleinen Christmas Avenue gibt es bis kurz vor Heiligabend jeden Abend ein Bühnenprogramm. Mit dabei sind unter anderem Gloria Viagra, Robin Jäger & Band oder Margot Schlönzke. Die Weihnachtsklassiker wie gebrannte Mandeln und Bratwurst gibt es natürlich auch. Besonders: Wild-Burger oder Pommes mit lauwarmer Käsesoße.

Glühwein: ab 3,50 Euro (ohne Schuss)
Eintritt: frei
Besonderheiten: erste kleine LGBTIQ-Weihnachtsmeile am Nollendorfplatz (mit pink-glänzendem Dekor)

LGBTIQ Winterdays & Christmas Avenue mit Bühnenprogramm, bis einschließlich 23.12., Beginn jeweils 19.30 Uhr. Programm unter www.christmas-avenue.berlin

Hallen am Borsigturm in Reinickendorf: Der Gemütliche

In diesem Jahr haben sich die Veranstalter des Weihnachtsmarktes vor den Hallen am Borsigturm in Tegel wieder etwas Neues einfallen lassen. Jedes Wochenende können Kinder auf dem Schoß des Weihnachtsmannes Platz nehmen und von ihren Wünschen erzählen und im Anschluss auf dem großen Karussell eine Runde fahren – mittwochs ist Familientag, da kostet die Fahrt einen Euro. An neun Ständen werden Kunsthandwerk, Speisen und Winzerglühwein angeboten. Jeden Sonnabend gibt es weihnachtliche Live-Musik.

Glühwein: ab 3,50 Euro
Eintritt: frei
Besonderheiten: Weihnachtsmannhaus und Krippe, großes Karussell für Kinder

Weihnachtsmarkt vor den Hallen am Borsigturm, 29. November bis 24. Dezember, Mo bis Sbd 11- 21 Uhr, So 13- 19 Uhr

RAW-Gelände in Friedrichshain: Der Mitteralterliche

Dieser Weihnachtsmarkt hebt sich deutlich ab vom Rest in Berlin. Auf dem RAW-Gelände geht es wohltuend altmodisch zu. Der Markt steht ganz im Zeichen des Mittelalters. Zu trinken gibt es Met, Vergnügungen sind Bogenschießen und Axtwerfen, Gaukler ziehen durch das Publikum. Das Karussell kreist ohne halsbrecherische Geschwindigkeit und laute Musik – und den Kindern gefällt es trotzdem. So ist der Besuch eine ruhige, beschauliche Wohltat.

Glühwein: 3 Euro
Eintritt: Mo.-Mi.: frei, sonst Erwachsene zwei Euro, ermäßigt ein Euro, Kinder bis 5 Jahre frei
Besonderheit: Markt im mittelalterlichen Stil

RAW-Gelände, Eingang Revaler Straße/Ecke Dirschauer Straße, Friedrichshain, 21. November bis 22. Dezember, Mo.-Fr. 15-22 Uhr, Sbd., So. 12-22 Uhr

Am Roten Rathaus: Der Rummelige

Verfehlen kann man den Weihnachtsmarkt am Roten Rathaus nicht. 50 Meter hoch ragt das hell erleuchtete Riesenrad in den dunklen Abendhimmel – und nimmt schon einiges vorweg über die Veranstaltung. Mit Attraktionen wie einem Kettenkarussell wirkt der Markt eher wie ein Rummel, auch wenn die Budengassen unter bunt angestrahlten Bäumen durchaus Flair verbreiten. Das große Highlight ist aber unbenommen die kostenlose Eislaufbahn rund um den Neptunbrunnen.

Glühwein: 3,50 Euro
Eintritt: frei
Besonderheiten: Kostenlose Eislaufbahn rund um den Neptunbrunnen

Berliner Weihnachtszeit. Rathausforum 10117 Mitte. 25.11.-6.1., Mo.-Fr. 11-22 Uhr, Sbd. und So. 12-22 Uhr. Heiligabend und Silvester geschlossen. www.berliner-weihnachtszeit.de

Über Neuköllns Dächern: Der Höchste

Ab dem 30. November wird es im „Klunkerkranich“ auf dem Dach der Neukölln Arcaden wieder weihnachtlich. Und das gleich an allen Adventswochenenden. Auf dem höchsten Weihnachtsmarkt Berlins gibt es natürlich Glühwein. Aber wer den Advent nicht immer nur mit „Stille Nacht, Heilige Nacht“ und Bratäpfeln genießen möchte, ist im „Klunkerkranich“ richtig: An den Adventswochenenden legen verschiedene DJs auf und zeigen, was für sie die Weihnachtszeit bedeutet.

Glühwein: keine Preise bekannt
Eintritt: zwischen 0 und 5 Euro, je nach Uhrzeit
Besonderheiten: hoch oben auf dem Dach der Neukölln Arcaden

Karl-Marx-Straße 66, Neukölln. Öffnungszeiten: An allen vier Adventswochenenden, 14-20 Uhr. Weitere Informationen unter www.klunkerkranich.org

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