Weihnachten

Geschenketipps für Ahnungslose

Was schenkt man den Eltern, dem Freund, den Kindern? Morgenpost-Mitarbeiter zeigen ihre Ideen, wie man für maximal 200 Euro alle glücklich macht.

Hannah Volland aus Wilmersdorf sucht bei Käthe Wohlfahrt ein Geschenk

Hannah Volland aus Wilmersdorf sucht bei Käthe Wohlfahrt ein Geschenk

Foto: Amin Akhtar

Weihnachten ist erschreckend näher gerückt. Viele zermartern sich schon den Kopf, was sie ihren Liebsten schenken. Morgenpost-MItarbeiter geben Tipps für Geschenke für Verwandte, Partner, Kinder sowie einen Geheimtipp - alles für höchstens 200 Euro.

Nina Paulsen, Berlin-Redaktion

Für den Vater: Eine wunderbare elektrische Zahnbürste, die Philips Sonicare Diamond Clean. Sie macht die Zähne leise surrend sauber. Der Clou: Sie lässt sich per USB-Anschluss sogar am Laptop aufladen! So sind Technik und Zahnpflege vereint. Ich besitze das gleiche Modell in Rosa.Mit 149 Euro ist das gute Stück leider nicht ganz billig. Zu haben ist es im Elektromarkt oder im Internet, zum Beispiel bei Amazon.

Für den Partner: Mein Freund ist begeisterter Hobbykoch und Gourmet. Deshalb bekommt er ein richtig gutes Stück Fleisch zum Selberbraten: 800 Gramm deutsches Angus Beef Rumpsteak. Kostenpunkt: 41 Euro. Das Fleisch ist im Internet bei Otto Gourmet (www.otto-gourmet.de) bestellbar und wird in Trockeneis gelagert an einem Wunschtermin geliefert.

Für Kinder: Ich schenke einer Freundin und ihrer Tochter einen selbst gebastelten Gutschein für drei Mal Babysitten. So haben nicht nur ich und die Kleine was davon, sondern auch meine Freundin, die sich einen Abend im Kino oder im Restaurant gönnen kann. Für das Bastelmaterial, Pappe, Glitzer-Uhu und Filzmaler gebe ich zehn Euro aus. Zum Beispiel bei McPaper.

Geheimtipp: Ich kenne einfach viel zu viele Journalisten. Mein Geheimtipp ist deshalb: Eine schonende Hülle für das iPad. Darauf ist der sogenannte Blindtext abgedruckt, mit dem wir oft arbeiten – und der mit den Worten „Lorem Ipsum dolor sit“ beginnt. Die Hülle kostet 39 Euro und ist im Internet bei Junique bestellbar. Gibt es natürlich auch für andere Tabletcomputer und Smartphones.

Felix Müller, Berliner Illustrirte Zeitung:

Für die Eltern: Das kommt ganz darauf an, um welche Eltern es sich handelt. Sind die Kinder aus dem Gröbsten raus? Oder brauchen sie abends jemanden, der auf den Nachwuchs aufpasst? Für beide Gruppen gilt jedenfalls: Gemeinsam verbrachte Zeit ist immer ein schönes Geschenk. Deshalb: Ein Restaurantgutschein über 80 Euro. Z. B. bei quandoo.de – in vielen Restaurants kann man auch einfach direkt nachfragen. Sollten die Eltern junge Kinder haben, übernimmt man das Babysitting am besten gleich mit. So hat jeder was davon.

Für die Partnerin: Es sind ganz simple Notizen aus einem Alltag, den jedermann erlebt haben könnte. Es wird zum Beispiel wahnsinnig viel Tee getrunken. Aber dieser norwegische Autor macht mit seiner Sprach- und Assoziationskraft etwas wirklich Besonderes daraus. Die Bücher von Karl Ove Knausgård muss gelesen haben, wer derzeit bei Literatur mitreden will. Zum Beispiel „Träumen“ für ca. 24,99 Euro.

Für die Kinder: Die klassische Situation an Heiligabend ist doch die: Man isst etwas Gutes, dann fallen die Kinder wie Heuschrecken über die Geschenke her. Doch dann ist noch sehr viel Zeit übrig. Zum Vertreib zu empfehlen ist der Aufbau der Fischertechnik Kugelbahn „Dynamic“ (ca. 80 Euro im Spielwarenhandel).

Geheimtipp: Zahllose Bücher sind schon darüber geschrieben worden, wie wichtig das Offline-Sein für die Seele ist. Aber schon mal ausprobiert? Einen Gutschein über eine handyfreie Woche. Kostet nichts, spart sogar Geld und man hat plötzlich Zeit im Übermaß.

Paulina Czienskowski, Berlin-Redaktion:

Für die Eltern: Eltern müssen sich auch mal etwas gönnen, wo sie doch so viel für ihre Kinder tun. Am besten schickt man sie für einen Tag in das Vabali Spa nähe Hauptbahnhof. Eine kleine Auszeit mitten in der Stadt und doch ganz weit weg. Tageskarte pro Person für 33,50 Euro.

Vabali Spa Berlin, Seydlitzstraße 6, 10557 Berlin, Tel. 911 48 60.

Für den Partner: Auch Männer dürfen sich pflegen. Zum Beispiel mit einem ganz besonderen Aftershave. Schon der Gang in einen der kreativ gestalteten Läden von Aesop ist es wert. Die Moroccan Neroli Post-Shave Lotion beruhigt die Haut nach dem Rasieren und riecht unfassbar gut. Moroccan Neroli Post-Shave Lotion, 41 Euro.

Aesop, Alte Schönhauser Straße 48, 10119 Berlin, Öffnungszeiten 11–19 Uhr

Für Kinder: Es macht Spaß, kleine Kinder in hübsche Klamotten zu stecken. Am besten in handgemachte Teile, wie die aus der Berliner Manufaktur „the bob!“. Neue Lieblingsstücke für mein Patenkind in diesem Jahr: Schal und T-Shirt mit Siebdruckmotiv. Schal: 29 Euro, T-Shirt: 25 Euro.

Esther Thomas, Knesebeckstraße 26, 10623, 10–19 Uhr, Tel. 3135125

Geheimtipp: Sich selbst mit dem beschenken, wozu man lange nicht gekommen ist. Bei mir bedeutet das Tanzen: Kopf und Körper wieder in Einklang bringen bei Jazz- und Moderndance im Tanzstudio motion*s am Moritzplatz. Sich frei von allem machen und wenigstens kurz nur für sich sein. 5er Karte, zwei Monate gültig: 52,50.

Euromotion*s Tanz- und Bewegungsstudio, Prinzenstraße 85, 10969 Berlin, Tel: 69 00 42 01

Patrick Goldstein, Berlin-Redaktion:

Für die Eltern: Ob man ein Kind ist, oder erwachsen: Eltern sind Weihnachten einfach immer die besten: Sie sind diejenigen, die jedes Jahr sagen, man möge ihnen nichts schenken, sie hätten schon alles. Wer ihnen zudem Enkel organisiert hat, ist fein raus. In ihren Oma-und-Opa-Sein kann man dann noch einen drauflegen, indem man sie mit einem selbstgemachten Kalender beschenkt. Zur Gestaltung mit Fotokollagen oder Selbstgemaltem kann in der Vorweihnachtszeit die gesamte Familie zusammenkommen. Bei Amazon kostet so ein Blankokalender etwa sechs Euro.

Für die Partnerin: Wäre ich meine Frau, würde ich mich pausenlos mit mir am einen Arm und der Skagen Damenuhr W2214 am anderen in eleganten Kreisen blicken lassen und fraglos viel Neid ernten. Das pünktlichere der beiden Prachtstücke kostet bei Christ.de circa 150 Euro.

Für die Kinder: Meine als kleiner Junge vertretene Ansicht „Mädchen sind doof“ hat sich rücklickend als Irrtum herausgestellt. Mädchen sind meist die pfiffigeren, was oft an ihren irrsinnig feinfühligen Vätern liegt. Diese bieten ihnen gern den Zugang zu einer zweiten Sprache, etwa mit einem digitalen Abonnement für das US-Magazin „American Girl“. Tipps für die sozialen Herausforderungen in Schule und Freundeskreis, Rezepte, Looks. Preis 24,80 Euro.

Geheimtipp: Mein bester Freund hat Kochmesser aus Fernost, Beatles-Raritäten, die nicht einmal Paul McCartney kennt und kein einziges Digital-Gerät ohne Apfel-Logo. Zur Strafe bekommt er etwas Selbstgemachtes. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm, das man kostenlos bei chip.de findet, schneide ich am Computer sein Haupt aus einem Foto und positioniere es auf einem wichtigen Plattencover, vielleicht auf den Schultern von Mick oder Ringo. Das wird groß ausgedruckt und kommt in einen schicken Rahmen, zum Beispiel den weißen Virserum von Ikea (14,99 Euro).

Annette Kuhn, Berlin-Redaktion:

Für die Eltern: Eltern zu beschenken war schon als Kind nicht einfach, nachdem man die Phase des Selbstbastelns überwunden hatte. Leichter ist es nicht geworden und Wünsche gibt es auch nicht. Aber vielleicht dieses Buch. André Herzberg, Sänger der DDR-Rockband Pankow, erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie – seiner Familie.

Für den Partner: André Herzberg, „Alle Nähe fern“, Ullstein Verlag, 21 Euro. Kissen mit Schriftzug „Meine Seite, Deine Seite“. Kissen sind ja eigentlich total einfallslos, ungefähr so wie Krawatte oder Pralinenkasten. Aber mit diesem Kissen ist das anders, das kann nämlich mehr als Zierde, es ist eine Art Mediator – im Bett oder auf dem Sofa. Damit er sich nicht mehr auf Dreiviertel des Platzes breitmacht und auch noch behauptet, das sei doch nur die Hälfte.

DaWanda, Shop: allerhand, ab 32 Euro plus 4,40 Euro Versand, 10 Tage Versandzeit.

Für die Kinder: Wieder steht ein Winter vor der Tür und damit auch bewegungsmuffelige Teenager. Mit dem Fahrrad zur Schule? Zu kalt. Ins Schwimmbad? Nur im Sommer. Joggen? Wie retro. Da muss etwas Spannenderes her. Zum Beispiel eine Slackline, die lässt sich im eigenen Garten oder überall dort, wo zwei Bäume im richtigen Abstand voneinander stehen, minutenschnell festmachen.

Slackline, etwa von Slackstar, für Einsteiger mit fünf Zentimetern Breite und 15 Metern Länge, z. B. 44,90 Euro bei echtkind.de

Geheimtipp: Für die Musikschullehrerin: Ist ja schön, dass die Kinder ihr Instrument spielen und noch nicht kapituliert haben. Das muss honoriert werden – jedes Jahr aufs Neue. Womit dieses Jahr? Wieso nicht die Deko-Tradition Christbaumspitze aufleben lassen, zumal wenn es der Fernsehturm ist?

S-Wert Design, 29 Euro, Brunnenstraße 191, s-wert-design.de

Wolfgang W. Merkel, Berlin-Redaktion:

Für Eltern: Ein Fotokalender, selbst online gestaltet und mit Fotos der Familie – besonders von Enkeln und Urenkeln. Die Bilder sind natürlich möglichst alle selbst geschossen. Schön ist es, wenn das Ambiente auf den Fotos zum jeweiligen Monat passt – also keine Schlitten fahrenden Enkel im Juli.

Mein Tipp: Bei der Gestaltung (Schriftarten und -größen, Formatierung) zurückhaltend sein. Schlicht ist eleganter. Kosten: acht bis 30 Euro je nach Größe und Ausstattung. Es gibt viele Anbieter im Netz, z. B. Cewe oder Pixum.

Für die Partnerin: Für die Partnerin ein Poster mit einem Bild ihres Lieblingsortes auf edlem „Alu Dibond“. Das Bild liegt auf einem rahmenlosen Bildhalter aus zwei Aluminiumschichten. Abstandshalter bringen Distanz zur Wand – ein Schatten scheint es schweben zu lassen. Sieht professionell und edel aus. Etwa von Rossmann oder Whitewall, ab 40 Euro.

Für Kinder: Für ein Kleinkind ab eineinhalb Jahren: ein Spielbuch oder „Klangbrett“ („Soundboard“) mit bunten Bildern etwa von Tieren auf dem Bauernhof oder von Bauarbeitern. Man sieht den Hahn oder den Mann am Betonmischer und kann das Geräusch dazu erklingen lassen. In manchen Varianten erklingt der Ton, wenn das Kind das Bild an einem kleinen Griff aus dem „Klangbrett“ herausnimmt. Gibt es zum Beispiel von Ravensburger oder Ars Edition. Um zehn Euro.

Geheimtipp: Mein „Geheim“-Tipp bezieht sich auf Orte in der Stadt, die für die meisten neu Zugezogenen und auch Altberliner noch Geheimnisvolles bewahren: der Untergrund. Ein Gutschein für eine der Führungen des Vereins „Berliner Unterwelten“ schenkt interessante Einblicke in die Historie. Elf bis 14 Euro pro Person; Verkaufspavillon am U-Bahnhof Gesundbrunnen.

Michelle Buchholz, Praktikantin:

Für Eltern: Gutschein für einen Anfängertanzkurs mit 12 Einheiten à 75 Minuten für ein Tanzpaar, weil eine gemeinsame Aktivität immer schön ist und meine Eltern so definitiv jede Tanzfläche rocken. Mit dem Gutschein haben sie endlich Zeit, ihre versteckten Tanzfähigkeiten zu entdecken. Ganz nach dem Motto „Let’s dance“ werden ihnen Walzer, Cha Cha Cha und auch der Discofox beigebracht.

Zum Beispiel für 89 Euro im Internet bei Groupon bestellbar: www.groupon.de

Für den Partner: Boxsack für Wäsche. Für Sportbegeisterte mit einem Hang zur Unordnung. Der Boxsack ist funktionsfähig, wenn er richtig mit Wäsche gefüllt ist. Der SUCK UK Boxsack Kordelzug-Wäschesack kostet 19,50 Euro und ist im Internet bei Amazon bestellbar. Dazu kommen aber noch die Versandkosten.

Für Kinder: Nachtleuchtender T-Rex: Dinos faszinieren, besonders wenn man den berühmten T-Rex selber ausgraben und zusammenbauen kann. Und er leuchtet sogar im Dunkeln! Das Geschenk lässt sich auch gut mit einem selbst gemachten Gutschein für einen gemeinsamen Besuch im Naturkundemuseum kombinieren. Dinosaurierskelette gibt es da in groß zu bewundern. Die Details: Ausgrabungsset Nachtleuchtender T-Rex von Kosmis, kostet 9,99 Euro bei Spiele Max unter www.spielemax.de.

Museumsbesuch: Erwachsene: fünf Euro, erm: drei Euro.

Geheimtipp: Mein Geheimtipp ist der iPhone-Projektor. Mit dieser Erfindung kann der Bildschirm des Handys direkt auf eine Wand projiziert werden. Ein Beamer zum Selberbauen sozusagen. So kann man die Bilder vom letzten Urlaub endlich auch in in großer Runde präsentieren – ganz ohne lästige Kabelei. Ein Geschenk, was niemand wirklich braucht, aber jeder unbedingt will.

Für 35 Euro bei Urban Outfitters, Kurfüstendamm 19–24, 10719 Berlin.

Gudrun Mallwitz, Berlin-Redaktion:

Für die Eltern: Für die Mutter eine Jahreseintrittskarte Classic plus für die Staatlichen Museen zu Berlin, inklusive aller Sonderausstellungen für 100 Euro. Gilt für 365 Tage in 19 Museen, mit Beginn des Monats nach dem Kauf. Sorgt vor allem für bevorzugten Eintritt!

Zu kaufen im Internet auf der Seite der Staatlichen Museen zu Berlin

Für den Partner: Ein Drei-Gang-Lunch-Menü bei Sternekoch Tim Raue für 48 Euro, mittags also durchaus erschwinglich. Es wird Mittwoch bis Sonnabend angeboten. Unbedingt Tage vorher vorbestellen.

Rudi-Dutschke-Str. 26, 10969 Berlin. Reservierungen per Mail unter office@tim-raue.com oder der Telefonnummer 30 25 93 79 30

Für Kinder: Gutschein für Skifahren in Brandenburg. Möglich ist das in der Indoor-Skihalle Snow Tropolis in der Lausitz. Der Zwei-Stunden-Liftpass kostet in der Woche 14 Euro für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre, am Wochenende 17 Euro. Der Drei-Stunden-Familienpass (zwei Erwachsene und ein Kind) kommt auf 65 Euro, am Wochenende auf 75 Euro.

Tropolis 1, 01968 Hörlitz, Mi.–Sbd 10–21 Uhr, www.snowtropolis.de

Geheimtipp: Ein Wochenend-Tanz-Schnupper-Kurs bei einer der Volkshochschulen in Berlin. Dieser Schnupperkurs ist für alle geeignet, die unsicher sind, ob Tanzen für sie das Richtige ist. Mit dem Partner oder der Partnerin werden erste Schritte in Discofox und Langsamem Walzer erlernt. Zum Beispiel: Wochenendkurs 19. März 2016 – 20. März 2016, Sbd./So., 10.30–13 Uhr, zwei Termine, 17,70 Euro (ermäßigt: 10,35 Euro).

Bildungszentrum am Antonplatz, Bizetstr. 41, 13088 Berlin.