Weihnachten in Berlin

Was die Berliner für Weihnachtsgeschenke ausgeben

Die Berliner sind zu Weihnachten großzügig. Mehr als jeder zweite will mehr als 100 Euro für Geschenke ausgeben.

An Kudamm und Tauentzien hat das Weihnachtsshopping begonnen

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Foto: Kay Nietfeld / dpa

Zu Weihnachten wird es in Berlin viele Geschenke geben: Mehr als jeder zweite Berliner über 16 Jahre (53 Prozent) will in diesem Jahr genauso viel für Weihnachtsgeschenke ausgeben wie im vergangenen Jahr. Und etwa jeder Zehnte (neun Prozent) möchte sogar noch mehr Geld ausgeben. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Info im Auftrag der Berliner Sparkasse hervor. Dagegen planen 23 Prozent, dieses Jahr weniger Präsente zu kaufen. Und 14 Prozent wollen gar keine Weihnachtsgeschenke machen. (Absatz)

Diejenigen, die anderen an Weihnachten ein Geschenk machen wollen, sind dabei großzügig: 60 Prozent der Berliner wollen mehr als 100 Euro und bis zu 500 Euro für die Präsente ausgeben. Frauen sind dabei sogar noch großzügiger als Männer: 53 Prozent der Berlinerinnen und 49 Prozent der Berliner wollen zwischen 100 und 500 Euro investieren. Erwartungsgemäß achten die Jüngeren etwas mehr aufs Geld: 44 Prozent der 16- bis 29-Jährigen wollen bis zu 100 Euro für Geschenke ausgeben, 39 Prozent zwischen 100 und 500 Euro. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind das dann deutlich mehr: 58 Prozent geben zwischen 100 und 500 Euro aus, um anderen Menschen an Weihnachten eine Freude zu machen.

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Ein Drittel der Berliner hat sich bei Weihnachtsgeschenken eine Grenze bei 100 Euro gesetzt. Und weitere sieben Prozent der Berliner sagen sogar, dass sie voraussichtlich mehr als 500 Euro ausgeben werden. Fragt man die Berliner, wie sie die Geschenke finanzieren, so ist die Antwort eindeutig: 84 Prozent der Hauptstädter bezahlen diese aus ihrem laufenden Einkommen. Etwa jeder vierte Berliner (23 Prozent) greift dagegen auf Ersparnisse zurück. Und Weihnachtsgeschenke auf Kredit kommen für die Berliner so gut wie gar nicht in Betracht. „Das hat sich gegenüber den Vorjahren auch nicht geändert“, sagt Olaf Schulz, Direktor Private Kunden der Berliner Sparkasse. „Die meisten Berliner wollen sich für Weihnachtsgeschenke offenbar nicht verschulden“, so Schulz. „Das finden wir auch sehr vernünftig.“ Oftmals hätten die Berliner schon über das Jahr die Weihnachtsgeschenke eingekauft oder dafür Geld zurückgelegt.

Auf der Wunschliste der Berliner – ab 16 Jahren – stehen vor allem folgende Geschenke: Urlaub und Reisen (51 Prozent), Karten fürs Theater und Konzert (38 Prozent) und Bücher (32 Prozent). Aber auch Einladungen zum Essen (31 Prozent), Geldgeschenke (27 Prozent) und Kleidung (23 Prozent) sind häufig auf den Wunschlisten zu finden. 19 Prozent wünschen sich Mediatechnik wie Smartphones oder Kameras, weitere 19 Prozent Wein / Pralinen oder andere Genussmittel, und 18 Prozent der Befragten würden sich zu Weihnachten über Kosmetik oder Parfüm freuen. Auch Schmuck ist beliebt: Zwölf Prozent der Berliner würden sich diesen als Präsent wünschen.

Jeder Dritte mag sein Geschenk nicht

Die Berliner Sparkasse beobachtet dabei, dass die Zahl der Geldgeschenke wieder abnimmt. „Letztes Jahr wünschten sich noch 38 Prozent der Befragten Geld“, sagt Olaf Schulz, zuständig für die privaten Kunden der Sparkasse. Aber gerade jüngeren Menschen im Alter zwischen 16 und 29 Jahren könne man damit „eine große Freude“ machen. „Mit einem Geldgeschenk bleibt die Enttäuschung unterm Weihnachtsbaum über ein verfehltes Geschenk aus“, so Schulz. Und das passiert gar nicht selten: 30 Prozent der Berliner bekommen Präsente, die nicht oder nur teilweise ihren Wünschen entsprechen.

Aber es gibt auch Berliner, die grundsätzlich nichts für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Ihnen sind andere Dinge wichtiger: 55 Prozent von ihnen wollen die Weihnachtszeit hauptsächlich gemeinsam mit der Familie verbringen. Sieben Prozent leben in dieser Zeit bewusst christliche Traditionen, vier Prozent kümmern sich nach eigenen Angaben zu Weihnachten um Bedürftige. Ein Drittel der Berliner, die an Heiligabend keine Geschenke machen, ignoriert das Fest sogar ganz. Mit der Begründung, es habe für sie keine persönliche Bedeutung.

Für die repräsentative Umfrage wurden 1005 Berlinerinnen und Berliner in der Zeit vom 3. bis 10. November befragt.