E-Commerce

Berliner Online-Discounter Lesara greift Aldi und Lidl an

Mode, Elektronik, Produkte für Haus und Garten – Der Berliner Onlineshop Lesara bietet Discount-Artikel an und will Offline-Discountern Marktanteile abjagen. Jetzt geht er in Deutschland an den Start.

Foto: lesara

Der neue Online-Händler Lesara sagt Discountern wie Tchibo, Aldi, Lidl und Butlers den Kampf an. Die Plattform des Berliner Seriengründers Roman Kirsch geht am 14. November an den Start.

Die neue Plattform richtet sich insbesondere an Frauen ab 35 Jahren und ihre Familien. Sie hat drei Rubriken: „Täglich werden neue Produkte präsentiert“, sagt Kirsch. In einer zweiten Rubrik soll es zur Jahreszeit passende Einkaufsevents geben, mit denen der Gründer Kunden inspirieren will. Eine dritte Abteilung ist für Bestseller reserviert. Modeartikel, Produkte für Haus und Garten sowie Elektronik werden angeboten.

Kirsch erwartet gute Umsatzzahlen. Der Markt seiner Offline-Mitbewerber werde mit 40 Milliarden Euro beziffert. Und für den E-Commerce-Markt würden Wachstumsraten von 25 bis 30 Prozent in den nächsten Jahren erwartet. Bislang sei es keinem Handelsplatz im Internet gelungen, dieses Marktsegment zu besetzen, sagt Kirsch. „Wir wollen der erste erfolgreiche Online-Discounter werden“, sagt Kirsch.

Niedrige Preise durch Direktvermarktung

Dabei strebt Kirsch nicht den Verkauf von Markenartikeln an. Stattdessen will er so genannte No-Brand-Produkte anbieten, die hinsichtlich ihrer Qualität Markenprodukten nicht nachstehen. Ramsch komme nicht in seinen Laden. Direkte Herstellerkontakte ermöglichen schnelle Lieferung gefragter Produkte und auch niedrige Preise. Diese sichert Lesara seinen Kunden mit der Best-Preis-Garantie zu.

Das Sortiment will Kirsch mit der Hilfe von Datenanalyse (Big Data) zusammenstellen. „Wir können dann innerhalb von fünf bis 14 Tagen das Sortiment dynamisch anpassen“, sagt der Gründer. Offline-Discounter hätten hingegen Vorlaufzeiten von bis zu zwölf Monaten.

Erfahrungen bei Fab.com gesammelt

Lesara ist Kirschs zweites Internet-Start-up. Der Internetunternehmer war unter anderem Managing Director beim Online-Designerportal Fab.com und hatte zuvor das Shopping-Portal Casacanda gegründet, das er im Februar 2012 an Fab.com verkaufte. „Danach wollte ich etwas Neues machen“, sagt Kirsch. Auf der Suche nach Inspirationen fuhr er ins Silicon Valley – und kehrte mit der Lesara-Idee zurück, die er jetzt umgesetzt hat.

Das neue Unternehmen, das zunächst in Deutschland und Österreich auf den Markt geht, hat derzeit 20 Angestellte. Die Firma hat ihren Sitz in Berlin. „Einen besseren Ort für ein E-Commerce-Start-up kann man sich nicht vorstellen“, sagt Kirsch.

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