Jimdo

Internetseiten mit ein paar Klicks auf dem iPad bauen

Jimdo hat einen intuitiven Baukasten für Internetseiten entwickelt. Jetzt gehen die erfolgreichen Dienstleister einen Schritt weiter. Nutzer können Webseiten mit iPhone und iPad bauen.

Foto: Christian Zielecki / Jimdo

Der Internet-Dienstleister Jimdo hat seinem Baukastensystem für Internetseiten Beine gemacht. Mit dem Start einer App für Apples iPhone und iPad am Donnerstag können Nutzer Webseiten auch mobil komplett erstellen und bearbeiten. Programmierkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. „Durch diese neuen plattformübergreifenden Möglichkeiten lassen wir unsere Nutzer entscheiden wann, wo und über welches Gerät sie ihre Webseite bearbeiten wollen“, sagt Jimdo-Mitgründer Fridtjof Detzner.

Damit reagiert Jimdo als erster Baukasten-Anbieter auf den Boom der mobilen Internetnutzung. Mehr als die Hälfte der Deutschen besitzt ein Smartphone und geht von unterwegs ins Internet. Tendenz steigend Mehr als ein Viertel des Traffics auf den Jimdo-Webseiten kommt über mobile Endgeräte.

Jimdo verwaltet nach eigenen Angaben mehr als acht Millionen Websites in zwölf Sprachen. Das Unternehmen bietet seinen Baukasten in einer kostenlosen Basis-Variante und einer kostenpflichtigen Premium-Variante an. Zielgruppe sind Privatnutzer, Freiberufler und kleine Unternehmen, die sich eine eigene Internetpräsenz schaffen wollen.

Start-up seit vier Jahren profitabel

Jimdo macht keine Angaben dazu, wieviele der Nutzer für den Service zahlen. Das Unternehmen arbeite seit vier Jahren profitabel, sagte Mitgründer Christian Springub. Details zu Umsatz und Ergebnis nennt Jimdo nicht.

Springub, Detzner und Matthias Henze haben Jimdo 2007 gegründet. Eine Anschubfinanzierung kam von den Samwer-Brüdern (Rocket Internet), die über ihren Investmentfonds European Founders Fund (EFF) ein Viertel der Jimdo-Anteile halten.

Büros in San den USA, China und Japan

Jimdo betreibt Büros in Hamburg, San Francisco, China und Japan und beschäftigt mittlerweile 170 Mitarbeiter. Größter Markt ist Deutschland, aber bereits dicht gefolgt von Japan, wo Jimdo mit den Internetdienstleister KDDI kooperiert. Eine geplante Zusammenarbeit mit dem deutschen Internetdientleister United Internet (1&1, GMX) war in der Vergangenheit gescheitert. Heute ist GMX mit seinem ähnlichen Baukasten der größte Jimdo-Konkurrent in Deutschland.