Schüsse bei Papstbesuch

Luftgewehrschütze von Erfurt wieder auf freiem Fuß

Nach den Luftgewehrschüssen am Rande des Papstbesuchs in Erfurt ist der Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß. Es handelt sich um einen 30-jährigen Mann aus Berlin.

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Kurz vor der Papstmesse in Erfurt ist es zu einem Zwischenfall mit einer Schusswaffe gekommen.

Video: Reuters
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Ein 30 Jahre alter Berliner, der am Rande der Papstmesse in Erfurt mit vier Schüssen aus einer Luftdruckwaffe für Aufregung gesorgt hat, hat nach Angaben der Polizei vom Sonntag gestanden. Warum er mit einem Luftgewehr auf Sicherheitsmitarbeiter schoss, war zunächst unklar. Verletzt wurde niemand, der Papst wurde laut seinem Sprecher nicht informiert.

Laut Polizei fielen die Schüsse bereits zwischen 7 und 8 Uhr am Samstagmorgen und damit vor dem Beginn der Messe. Der 30-Jährige schoss demnach rund einen Kilometer vom Domplatz entfernt auf Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Er traf eine Mitarbeiterin am Bein; sie wurde aber nicht verletzt.

Die Polizei nahm den Schützen am Sonnabend in einer Wohnung in der Erfurter Innenstadt fest und ließ ihn, nachdem er die Schüsse gestanden hatte, wieder frei. Gegen ihn wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz weiter ermittelt. In einer ersten Vernehmung hatte er die Tat bestritten. Der gebürtige Erfurter, der in Berlin lebt, ist nach Polizeiangaben nicht vorbestraft. Er soll am Wochenende zu Besuch bei einem Freund gewesen sein.

Papst Benedikt XVI. feierte mit knapp 28.000 Menschen auf dem Domplatz von Erfurt einen Gottesdienst. Niemand habe von dem Vorfall etwas mitbekommen, sagte Papstsprecher Federico Lombardi. Der Vorfall habe nichts mit dem Papstbesuch zu tun.