Kinderpost

Was ist Kirchenasyl?

Nicht jeder bekommt in Deutschland Asyl gewährt. Die letzte Rettung für Flüchtlinge können Kirchen sein

Manche Menschen fliehen aus ihrer Heimat vor Verfolgung oder Krieg. Wenn sie zu uns kommen, haben sie ein Recht auf Asyl. Dann dürfen sie in Deutschland bleiben und werden hier erstmal versorgt. Doch nicht jeder bekommt Asyl. Dafür muss man einen Antrag stellen. Wird dieser abgelehnt, soll der Antragssteller das Land verlassen. Das wollen viele nicht. In aussichtslosen Situationen können Geflüchtete bei einer Kirche um Hilfe bitten. Das nennt man Kirchenasyl. „Es spielt für die Kirchen keine Rolle, ob jemand Muslim oder Christ ist“, sagt ein Kirchenasyl-Fachmann. Nicht nur Kirchen, auch Moscheen und Synagogen würden Zuflucht gewähren, erklärt er.

Im Kirchenasyl leben die Menschen meist im Gemeindehaus. Die Polizei holt dort niemanden raus. Das ist eine ungeschriebene Regel. Dafür müssen die Kirchen dem zuständigen Amt Bescheid sagen, wenn sie jemanden aufnehmen. Und sie bitten das Amt, den Fall nochmal zu prüfen. Es gibt eine Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche e.V.“. Sie hat ihren Sitz in der Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg.