Fußball

„Ich wollte schon damals nix anderes als kicken!“

Am Ball macht Pauline so schnell niemand etwas vor. Die 13-Jährige ist eine der besten Fußballerinnen ihres Alters. In ihrem Verein spielt sie deshalb gemeinsam mit den Jungs

Foto: Alexandra Stober / dpa

Wenn es nach Paulines Mama gegangen wäre, hätte ihre Tochter mit einem anderen Sport angefangen. „Leichtathletik hätte ich für sie klasse gefunden“, sagt sie. „Schließlich kann Pauline richtig weit werfen. Und sie ist wahnsinnig schnell.“ Aber Fußball? Sie schaut ihre Tochter an und lacht.

Zum Glück hat sich Pauline damals durchgesetzt. Denn die 13-Jährige aus Berlin gehört heute zu den besten Fußballerinnen ihres Alters in Deutschland. Deshalb spielt sie auch in der Nationalmannschaft der U15-Juniorinnen. Dort ist sie eine der Jüngsten. Die meisten ihrer Mitspielerinnen sind 14 oder 15 Jahre alt.

Alexandra Popp als großes Vorbild

In ihrer Mannschaft Viktoria Berlin spielt Pauline in einem Jungen-Team. „Da werde ich einfach mehr gefordert. Die Jungs gehen ganz anders in die Zweikämpfe. Das mag ich“, sagt Pauline. „Deshalb finde ich von den Nationalspielerinnen Alexandra Popp besonders cool. Weil sie sehr körperbetont spielt.“

Genau das macht Pauline auch, wenn sie mit einem Jungen um den Ball kämpft. Angst hat sie nicht. Auch die Jungs nehmen keinerlei Rücksicht auf sie. Warum auch? Schließlich kann sich Pauline super durchsetzen. Und mit dem Ball umgehen kann sie auch.

Es ist Sonntag und ihre Mannschaft hat ein Spiel. Doch anfangs läuft es noch nicht so toll. Nach der ersten Hälfte liegt Paulines Team mit 0:1 zurück. Die 13-Jährige sieht unzufrieden aus, als sie mit ihren Mitspielern Richtung Kabine läuft. Dazu hat Pauline aber in der zweiten Hälfte keinen Grund.

Paulines Traum ist ein Platz in der Frauen-Nationalmannschaft

Alle kämpfen um jeden Ball. Dann trifft ein Mitspieler zum 1:1. Großer Jubel! Bis zum Ende bleibt es bei diesem Ergebnis. „Immerhin noch ein Unentschieden“, meint Pauline nach dem Abpfiff. Dabei sieht sie deutlich zufriedener aus als in der Halbzeit.

Eine Sache ist aber noch nicht geklärt. Hätte sie auch auf Leichtathletik Lust gehabt? „Nee, ich wollte schon damals nix anderes als kicken“, sagt Pauline. Wenn es nach ihr geht, will sie später in der Frauen-Bundesliga und der Frauen-Nationalmannschaft spielen.

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