Kleeblätter

Ein Blatt, das Glück bedeutet

Vierblättrige Kleeblätter bringen Glück, heißt es. Warum eigentlich? Das, warum sie an Silvester verschenkt werden und noch viel mehr über Klee erfährst du hier.

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Zu Silvester sind sie sehr gefragt: vierblättrige Klee-Pflanzen. Sie werden verschenkt, zum Beispiel in kleinen Töpfchen. Häufig steckt dann noch ein Schornsteinfeger oder ein Schweinchen mit darin. Das soll Glück bringen für das nächste Jahr. Ob da was dran ist?

Viele Leute sind überzeugt: Glück bringt ein vierblättriges Kleeblatt nur dann, wenn man es zufällig findet, zum Beispiel auf einer Wiese. Und auch nur, wenn es sich dabei um echten Klee handelt.

„Echter Klee ist beispielsweise der Rot-Klee, der auf Wiesen wächst“, erklärt die Expertin Gesche Hohlstein. Sie ist Botanikerin. Das heißt, sie kennt sich sehr gut mit Pflanzen aus. „Auch der Weiß-Klee zählt dazu. Der steht oft am Wegesrand oder im Rasen“.

Beide Klee-Arten haben nur ein Blatt an ihrem Blattstiel. Das Blatt ist normalerweise in drei kleine Blättchen geteilt. Es sieht also so aus, als wenn drei Blätter am Blattstiel sitzen. Deshalb bekam dieser Klee in der Fachsprache auch den komplizierten Namen Tri-fo-li-um. Tri ist lateinisch für drei und folium kommt von folia, das heißt Blatt. Trifolium könnte man also mit dreiblättrig übersetzen.

Nur jeder 10.000 Klee bekommt das vierte Blatt

„Manchmal kommt es aber vor, dass ein Fehler im Bauplan des dreiblättrigen Klees passiert“, sagt Gesche Hohlstein. „Dann hat das Kleeblatt plötzlich nicht mehr nur drei, sondern vier Blättchen“. Nur eines von ungefähr 10.000 Kleeblättern bekommt dieses vierte Blättchen. Deshalb glauben viele, dass es Glück bringt, ein vierblättriges Kleeblatt zu finden.

Wenn die Forscher und Pflanzenzüchter herausbekämen, wie man echte vierblättrige Kleeblätter züchtet, würden sie bestimmt ganz viele dieser Pflanzen wachsen lassen. Dann könnten sie diese als Glücksbringer verkaufen. Zu Silvester machen Gärtnereien das: Sie verkaufen Glücksklee – eine Pflanze, die vierblättrig wächst. Aber eben eigentlich nicht „echt“ ist. Solltest du irgendwann einmal ein vierblättriges Kleeblatt in der Natur entdecken, steht in der Nähe oft noch eins, sagt Gesche Hohlstein. Das wäre dann Riesenglück!