Berliner Perlen

"Makrönchen Manufaktur" bietet Macarons in allen Farben

Mindestens 16 Sorten der kleinen Mandelbaiser-Köstlichkeit hat Laura Leising im Angebot. Deutschlandweiter Online-Versand.

Neben klassischen Sorten, die es immer im Angebot gibt, werden auch saisonale Macarons gebacken - und gern auch verschickt.

Neben klassischen Sorten, die es immer im Angebot gibt, werden auch saisonale Macarons gebacken - und gern auch verschickt.

Foto: Laura Leising

Berlin. „Schön bunt“ sollen die Macarons sein, die der Kunde am Tresen ordert. So wandern erst einmal ein gelbes Zitronen-Makrönchen, ein dunkelbraunes Schoko- und ein rosafarbenes Himbeer-Makrönchen in die Geschenkbox. Dazu „Dunkle Schokolade-Brombeere“ in Lila und zum Schluss ein Pistazien-Macaron in Grün.

Mindestens 16 Sorten der kleinen Mandelbaiser-Köstlichkeiten hat Laura Leising in ihrer „Makrönchen Manufaktur“ in Schöneberg im Angebot: zehn Klassiker von Vanille über Himbeere bis Schokolade, dazu ein halbes Dutzend saisonal wechselnde Sorten. Gerade erst hat sie „Rosenblüte“ und „Haselnuss-Krokant“ wieder ins Sortiment aufgenommen. Und „Veilchen“. Die Geschmacksrichtung sei im Frühling immer der Renner, sagt die Inhaberin.

Zu Ostern will Laura Leising zudem mit „Marzipan-Orange“ punkten, „vielleicht dazu auch Eierlikör“. Und dann hat sie zusammen mit ihrer Konditormeisterin Anna Gärtner und ihrem Team auch noch neue Sorten entwickelt: „Weiße Schokolade-Erdbeer“ und „Heidelbeer-Quark“. Zwei Neukreationen pro Saison, das ist ihr Anspruch.

Laura Leising hat ihr Hobby zum Beruf gemacht

Gebacken hat Laura Leising schon immer gern. Schon als Kind habe sie „ihr Köpfchen gern in dampfende, duftende Töpfe gesteckt“, sagt die 39 Jahre alte Hotelfachfrau, die später noch Betriebswirtschaftslehre studierte. Nach den Ausbildungen, als sie als Marketingfachfrau arbeitete, habe sie das Backen entspannt. „Das hat mich nach einem anstrengenden Tag gut runtergebracht.“ Und mit dem Ergebnis ihres kulinarischen Entspannungsprogramms hat sie dann stets ihre Kollegen verwöhnt.

So weit, so gut. „Dann traten plötzlich diese kleinen Leckereien in mein Leben.“ Im Urlaub in London entdeckte sie zufällig einen zauberhaften Macaron-Laden, probierte das Gebäck mit den französischen Wurzeln „und war gleich hin und weg“. Die Kombination aus knusprigem Mandelbaiser und fluffiger Füllung „und dann noch diese schönen Farben, das hat mich verzaubert“.

Zurück in Berlin wollte sie auf ihre neuen Gebäck-Favoriten nicht mehr verzichten. „Aber es gab hier keinen Laden, der darauf spezialisiert war.“ Also backte Laura Leising selbst. „Tag und Nacht“, wie sie lachend hinzufügt. Dabei sei es gar nicht einfach gewesen, Rezepte zu finden. Sie bestellte Backbücher in England und Frankreich, informierte sich über englischsprachige Blogs. „Die meisten Macarons waren mir zu süß.“ Lange feilte sie herum. Denn Macarons herzustellen, ist ganz schön schwierig. Obwohl sie nur aus drei Grundbestandteilen bestehen: Mandeln, Puderzucker und Eiweiß. Aber: Das geschlagene Eiweiß darf nicht zusammenfallen. „Doch mich hatte der Ehrgeiz gepackt. Am Ende habe ich meine eigene Rezeptur gefunden, und mit dem Backen klappte es auch.“

Bestellungen nach Kundenwunsch sind möglich

Zwar hatte sie zu dem Zeitpunkt einen gut bezahlten Job in Festanstellung, aber auch schon lange mit dem Gedanken gespielt, „etwas Eigenes“ zu machen. Schließlich hatte sie in ihrem BWL-Studium den Schwerpunkt auf den Bereich Unternehmensgründung und -führung gelegt. Zunächst mietete sie sich drei Tage die Woche in einer Backstube ein und bot – quasi als Test – ihre Macarons auf verschiedenen Berliner Wochenmärkten an. Das war im Jahr 2011. Ziemlich schnell war klar: Die kleinen Dinger, die auf den ersten Blick aussehen wie ein „Jo-Jo“, kommen gut an.

2012 eröffnete Laura Leising ihre Manufaktur in Schöneberg samt Laden. Wer mag, kann die Makrönchen direkt vor Ort probieren: Vier Tische im Geschäft (und drei weitere draußen) laden zum Verweilen ein. Neben den Macarons gibt es auch Waffeln, manchmal kleine Törtchen. Und Kaffeespezialitäten. Die Bohnen bezieht Leising aus der „Berliner Kaffeerösterei“: „Wir achten auf Regionalität, wollen andere Manufakturen unterstützen.“

Über ihren Online-Shop vertreibt Laura Leising ihre handgefertigten Macarons deutschlandweit. „Manchmal kenne ich die Orte gar nicht, in die wir liefern“, sagt die Inhaberin der kleinen Manufaktur. Auf Bestellung fertigt sie übrigens auch herzhafte Macarons, wobei die Palette der Geschmacksrichtungen von Kürbiskern-Curry über Wasabi bis zu Roquefort-Feigensenf und Speck-Ananas reicht. Ihr persönliches Highlight ist aber einer der süßen Klassiker: das Vanille-Makrönchen. „Hört sich unspektakulär an, sieht unspektakulär aus, ist geschmacklich aber unschlagbar – mit frischer Vanille, die wir richtig auskochen. Ein tolles Aroma.“

Makrönchen Manufaktur, Apostel-Paulus-Straße 4, Schöneberg, Mi.–Fr. 12–18.30 Uhr + Sbd. 12–17.30 Uhr, So./Mo./Di. nur auf Bestellung und Terminanfrage. Tel. 78 89 67 49, www.makroenchen-manufaktur.de

CORONA-INFO: Derzeit ist das Laden-Café geschlossen. Die Macarons werden über den Onlineshop verschickt. Bestellungen sind auch per Mail möglich an info@makroenchen-manufaktur.de.