Perseiden 2019

Sternschnuppen in Berlin: Das sind die besten Orte und Tipps

Am 12. August 2019 ist in Berlin ein besonderes Naturschauspiel zu beobachten, wenn der Meteorschauer der Perseiden Sternschnuppen regnen lässt.

Wer seine Chance auf Sternschnuppen erhöhen will, sollte an einen möglichst dunklen Ort fahren – wie hier ins brandenburgische Oderbruch.

Wer seine Chance auf Sternschnuppen erhöhen will, sollte an einen möglichst dunklen Ort fahren – wie hier ins brandenburgische Oderbruch.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Sternschnuppen und Sommer gehören zusammen: Im Juli und August ist nämlich Zeit für die Perseiden. Als reichster Meteor-Strom des Jahres bescheren sie in Spitzenzeiten bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde. Darunter flammen auch sehr helle Exemplare auf, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln.

Im August streift die Erde alljährlich die Umlaufbahn des Kometen Swift-Tuttle und den Meteorschauer der Perseiden. Tausende von Sternschnuppen können über dem Himmel von Berlin beobachtet werden. Während den Perseiden-Meteorschauer können bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde am Himmel zu sehen sein. Vor allem in der Nacht vom 12. auf den 13. August wird mit einem richtigen Sternschnuppenschauer gerechnet.

Sternschnuppenschauer locken Astro-Fans ins Freie
Sternschnuppenschauer locken Astro-Fans ins Freie

Warum heißt der Sternschnuppen-Regen Perseiden?

Ihren Namen haben diese Sternschnuppen, weil sie aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen. Tatsächlich handelt es sich bei den Teilchen allerdings um Bruchstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle.

Wann lohnt sich der Blick in den Himmel besonders?

In der Morgendämmerung sind diese Sternschnuppen meist besonders gut zu sehen, weil sich der Beobachter den Sternen aufgrund der Erdrotation entgegendreht. In diesem Jahr könnte allerdings die fast schon volle Scheibe des Mondes die Beobachtung stören. Er geht etwa um sieben Uhr auf und strahlt bis 3:12 am Firmament. Da Astronomen zufolge die meisten Sternschnuppen zwischen 2 und 4 Uhr niedergehen, liegt die beste Beobachtungszeit nach dem Monduntergang etwa zwischen 3 und 4 Uhr am Morgen des 13. August.

Die Morgenstunden sind günstig, weil dann der scheinbare Ausstrahlungspunkt der Perseiden (Radiant) schon recht hoch im Osten steht. Die Meteore scheinen alle aus dem Sternbild Perseus zu kommen. Je höher der Radiant steht, umso mehr Sternschnuppen sind zu sehen. Es können lichtstarke, also besonders stark leuchtende Objekte auch in helleren Gegenden beobachtet werden, auch wenn natürlich weiterhin gilt, das dunklere Orte zu bevorzugen sind. Doch welche Standorte sollten Berliner aufsuchen, die keine Schnuppe verpassen wollen?

Raus in das Berliner Umland zur Sternschnuppennacht

Dr. Monika Staesche, wissenschaftliche Leiterin des Planetarium am Insulaner und der Wilhelm-Foerster-Sternwarte, empfiehlt den Hauptstädtern, für den 12. August einen Ausflug ins Berliner Umland zu planen: "Sternschnuppen beobachtet am besten mit dem bloßen Auge und bei freier Horizontsicht außerhalb der Lichtglocke der Stadt, also z.B. in Gülpe im Sternenpark oder überall dort, wo freie Felder ein möglichst großes Sichtfeld bieten».

Beste Sicht gibt es westlich von Berlin

Gülpe in Brandenburg (Naturpark Westhavelland) ist einer der dunkelsten Orte Deutschlands und der erste von der Dark Sky Association anerkannte deutsche Sternenpark. Der Ort liegt zwar gerade einmal 70 Kilometer westlich von Berlin, aber wegen der dünnen Besiedlung gibt es dort kaum störendes künstliches Licht. Experten haben dort Werte gemessen, die sonst nur noch in Gegenden wie Chile oder Namibia übertroffen werden. Beste Bedingungen für das Himmelsspektakel am 12. August.

Hoffen auf eine sternenklare Nacht

Am besten beobachten lässt sich der Meteorschauer liegend – also sollte man eine Decke mitnehmen. Und warme Kleidung – die Nachttemperaturen sinken am 12. August in Berlin im Mittel auf 12 Grad. Die Sonne wird um 20.39 Uhr untergehen. Bleibt die Frage nach den Wolken. Hier gibt es aktuelle Informationen zur Wetterlage:

>>> Hier finden Sie das aktuelle Wetter für Berlin

Warum darf man sich bei Sternschuppen etwas wünschen?

Es ist ein uralter Aberglaube: Wer eine Sternschnuppe sieht, der darf sich etwas wünschen. Aber Vorsicht, der Wunsch muss unter allen Umständen unausgesprochen bleiben, sonst wird er nicht in Erfüllung gehen.

Manche Erzählungen gehen sogar noch etwas weiter, wonach der Wunsch bis zum Ende des Verglühens zu Ende gedacht werden muss, damit er sich erfüllt. Woher dieser Glaube kommt ist unbekannt. Allen Theorien gemein ist, dass sich die Menschen beim Anblick des seltenen und göttlich anmutenden Lichtstrahls überirdischen Beistand erhofften.

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