Ehefrau, Geliebte und Töchter

Wladimir Putin und die Frauen

Wer ist Wladimir Putin und welche Frauen spielen eine Rolle im Leben des mächtigen russischen Staatsoberhaupts? Wir gehen dieser Frage nach.

Wladimit Putin lässt sich nicht in die Karten schauen, besonders wenn es um sein Privatleben geht

Wladimit Putin lässt sich nicht in die Karten schauen, besonders wenn es um sein Privatleben geht

Sein Inn- und Privatleben trägt Wladimir Wladimirowitsch Putin nicht gerade auf dem Silbertablett vor sich her, vielmehr wird es hermetisch vor der Öffentlichkeit abgeschirmt. Dieses Informationsvakuum bietet eine Menge Platz für Spekulationen.

So kam es einer Sensation gleich, als im Jahr 2013 bekannt wurde, dass er sich von seiner Frau Ljudmila Putina getrennt habe.

Putins Ex-Frau Ljudmila Putina

31 Jahre waren sie verheiratet. Es war das erste Mal seit über 300 Jahren, dass sich ein Kremlchef von seiner Ehefrau trennt. Zuletzt trennte sich Zar Peter I. 1698 von seiner Frau.

Gerüchte über eine Trennung gab es bereits Jahre zuvor. Die Zeitung "Moskowskij Korrespondent" meldete schon 2008 von Putins angeblicher Scheidung und spekulierte über eine Beziehung zu der Sportlerin Alina Kabajewa. Unmittelbar darauf wurde die Zeitung eingestellt.

Putin hält sein Privatleben stets unter Verschluss. Über seine Ehe mit Ljudmila ist nur so viel bekannt: Ljudmila Schkrebnewa, 1958 in Kaliningrad geboren, heiratete am 28. Juli 1983 in St. Petersburg den damaligen Geheimdienstoffizier Wladimir Putin. Sie hatte zunächst als Stewardess gearbeitet und dann Französisch und Spanisch studiert.

Familienleben in Dresden

Das Paar hat zwei Töchter: Maria und Jekaterina. Maria wurde 1985 in Leningrad geboren. Jekaterina, auch Katerina genannt, kam im Jahr darauf in Dresden zur Welt. Hier war Putin von 1986 bis 1990 KGB-Resident und wurde von seiner Ehefrau und seiner Tochter begleitet.

Der Aufenthalt in der damaligen DDR hat die Sprachkenntnisse des Ehepaars geprägt. Von Putin ist bekannt, dass er ausgezeichnet Deutsch spricht. Ljudmila Putina gab in St. Petersburg Deutschunterricht. 2002 wurde sie für ihre Verdienste um die deutsche Sprache in Russland mit dem Jacob-Grimm-Preis ausgezeichnet.

Putins Töchter

Putins Töchter haben die Deutsche Schule in Moskau und später die Staatliche Universität St. Petersburg besucht. Beide sprechen akzentfrei Deutsch.

Ukrainekonflikt belastet Putins Tochter

Maria Putina lebte mit ihrem niederländischen Lebensgefährten Jorrit Faassen in Voorschoten bei Leiden. Doch nach dem Abschuss des Flugs MH17 , bei dem 298 Menschen, davon 193 Niederländer, ihr Leben ließen , war es für Maria aus mit der niederländischen Idylle.

Die Wut vieler Niederländer richtete sich damals gegen den russischen Präsidenten, den sie für den Absturz mitverantwortlich machten. Da Putin jedoch im Kreml weit weg war, richtete sich der Zorn gegen die Putin-Tochter. So forderte der Bürgermeister von Hilversum die Ausweisung von Marija. Es wurde gar ihre Adresse veröffentlicht. Fluchtartig verließ Maria daraufhin die Niederlande.

Spekulationen über Putins Geliebte Kabajewa

Seit Jahren halten sich Gerüchte, wonach Wladimir Putin eine Affäre mit der Sportgymnastin Alina Kabajewa habe. Einige Zeitungen berichteten gar über eine Heirat und einen gemeinsamen Sohn. Bestätigt wurde eine Beziehung bislang bloß indirekt.

Die Sportlerin hatte bei den Olympischen Spielen 2004 eine Goldmedaille in Rhythmischer Sportgymnastik gewonnen. Drei Jahre später beendete sie ihre Karriere und wurde in die Staatsduma gewählt. Im September 2014 folgte dann der große Karrieresprung: Kabajewa bestieg den Chefsessel von NMG, einem einflussreichen kremlfreundlichen Medienunternehmen.

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Putin: Europa und Russland haben gemeinsame Interessen

Zwei Tage nach der Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland sendet Präsident Putin versöhnliche Töne Richtung Europa. Im einem Interview betonte er die gemeinsamen Ziele seiner Regierung und der europäischen Union. Er warf der EU gleichzeitig vor, zu wenige eigenständige Entscheidungen zu treffen und stattdessen unkritisch der US-Politik zu folgen. “Ich habe eigentlich den Eindruck dass die Interessen der Europäer und unsere Interessen gleich sind“, sagte der russische Präsident. „Vielleicht täusche ich mich auch, dann soll man mir das sagen. Ich rede von Themen wie Wirtschaft, dem Kampf gegen den Terror, dem Schutz der Umwelt und dem Kampf gegen organisiertes Verbrechen. Wir sind jedenfalls bereit zur Zusammenarbeit.“ Die EU hatte am vergangenen Freitag entschieden, die Sanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate zu verlängern. Der Minsker Friedensplan zur Ukrainekrise sei noch nicht erfüllt, hieß es zur Begründung. Die letzten nötigen Unterschriften unter den Sanktionsbeschluss sollen am heutigen Montag erfolgen – damit tritt das Ganze in Kraft. Die Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen russische Staatsbanken, den Im- und Export von Rüstungsgütern sowie die russische Öl- und Gasindustrie. Die russische Wirtschaft schrumpft seit 2014, was aber vor allem mit den Sanktionen wie mit dem niedrigen Ölpreis zusammenhängt.
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