"Private Members' Club"

Das Soho House in Berlin Mitte

Das Soho Haus in Berlin ist berüchtigt, besonders wegen seiner rigorosen Mitglieder-Politik. Wir stellen den exklusiven Club vor.

Bestimmte Bereiche wie die Dachterrasse mit dem Pool sind nur für Mitglieder und deren Begleiter zugänglich

Bestimmte Bereiche wie die Dachterrasse mit dem Pool sind nur für Mitglieder und deren Begleiter zugänglich

Foto: PR

Um das Soho House an der Torstraße ranken sich urbane Sagen und Legenden. Schließlich übernachten dort George Clooney und Madonna, wenn sie in der Stadt sind und sind dank der Members-Only-Politik des Hauses mit der ansässigen Prominenz und Kreativbranche unter sich. Einige Schlupflöcher gibt es allerdings schon. So dürfen Mitglieder ins Restaurant und in den Barbereich Gäste mitbringen. Und für Menschen ohne Bekannte mit Mitgliederausweis gibt es nun zwei Restaurants in der Lobby, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Nick Jones ist der Gründer dieses exklusiven Clubs

Die Geschichte dieses Clubs begann in London. Im Jahr 1995 hatte der Brite Nick Jones, Jahrgang 1963, die Idee, das leicht angestaubte britische Konzept des Gentleman-Clubs neu zu überdenken. Der damals selber als Barkeeper tätige Jones kaufte in Soho ein Haus, richtete es mit alten Möbeln und Designerstücken ein, britisch und international, lässig und mit Stilanleihen aus den 20er- und 30er-Jahren, mit Restaurant, Café, Kino, Bar.

Mittlerweile gibt es 14 Soho Häuser in Großbritannien, New York, West Hollywood, Miami, Chicago, Istanbul, Toronto und Berlin.

Die Soho Häuser wollen als Institution für die internationale Kreativszene dienen. Bevorzugte Gäste sind Künstler, Maler, Schriftsteller, Galeristen, Musiker, Modeliebende und Medienschaffende. Versnobte Attitüden und passionierte Anzugtäger sind hier nicht gerne gesehen.

Das Soho House in Berlin

Das Soho Berlin befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, in dem in den 1920er-Jahren die Firma Jonass & Co. ein siebenstöckiges Kaufhaus mit Dachterrasse eröffnete. Im Nationalsozialismus wurden die jüdischen Besitzer enteignet, in den 50er-Jahren residierte hier das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).

Mitgliedschaft im Soho House

Zur Eröffnung 2010 bewachten noch Türsteher den Eingang des Soho House an der Torstraße. Ihre Aufgabe: den unbedarften Besuchern erklären, dass es sich hierbei um einen "Private Members' Club" handelt. Eintritt in das achtstöckige Gebäude erhielten nur Mitglieder. Doch das hat sich geändert. Mittlerweile öffnet sich der Privatclub und gewährt nun im Erdgeschoss und im Keller auch Nichtmitgliedern einen Einblick.

Die übrigen Bereiche bekommt man nur als Mitglied oder in Begleitung eines solchen zu Gesicht. Eine Mitgliedschaft kann man auf der Internetseite des Soho House beantragen, wo Bewerber unter anderem zwei Bürgen angeben müssen, die bereits Mitglieder sind.

Preise für eine Mitgliedschaft

Eine „Local House“-Jahresmitgliedschaft für Berlin liegt bei 1.500 Euro im Jahr. Unter 27-Jährige zahlen für eine Mitgliedschaft nur 750 Euro.

Mitglieder des Soho House Berlin haben Zutritt zu allen Clubbereichen und Einrichtungen: Bar, Restaurant, Cowshed Active, Vorführraum, Dachterrasse mit Pool, sowie zu den Events.

Die „Every House“-Mitgliedschaft ermöglicht Mitgliedern den Zutritt zu allen Soho House Clubs weltweit. Der Preis hierfür beträgt 1.800 Euro. Für die weltweite Mitgliedschaft zahlen unter 27-Jährige 900 Euro im Jahr.

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