Flughafen

Wirtschaft fordert Verkehrskonzept um den BER

Die Wirtschaft im Landkreis Dahme-Spree fordert eine Entlastung der Straßen im Umland des künftigen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld.

Cottbus. Der Regionalausschuss Dahme-Spreewald der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus fordert ein Verkehrskonzept der Länder Berlin und Brandenburg für die Region um den Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld. Als Konsequenz auf die gestiegenen Fluggastzahlen und -prognosen empfiehlt das Gremium den Neubau von weiteren Autobahnabfahrten, etwa an der A113 südlich der Autobahnabfahrt AS Schönefeld, bei Kiekebusch (A113) und an der A117 Bohnsdorf/Schulzendorf.

Die A113 müsse durch den Neu- und Ausbau weiterer Straßen im Umfeld des Flughafens entlastet werden. Auch sollte die Entscheidung überprüft werden, die Verlängerung der U-Bahn-Linie 7 von Rudow nach Schönefeld/BER nicht zu bauen.

Die deutliche Aufwertung des S-Bahnhofes Schönefeld habe vor dem Hintergrund der beschlossenen Weiternutzung des Alt-Terminals Schönefeld für den BER oberste Priorität. „Der S-Bahnhof Schönefeld ist heute und wird wegen der Weiternutzung des Alt-Terminals auch zukünftig ein Eingangstor für viele Gäste der Region Berlin-Brandenburg sein“, sagte Michael Kuttner, Sprecher des Regionalausschusses der IHK Cottbus. Deshalb sei es unabdingbar, die jetzt stillgelegten Bahnhofsgebäude wieder in einen halbwegs erträglichen Zustand zu bringen. Vor allem der Fußgängertunnel muss wenigstens sauber gehalten werden“, so Kuttner.

Nachteile für Unternehmen

Bei einer Besichtigung des Baufortschrittes am BER informierte der Gemeindevorsteher von Schönefeld, Olaf Damm, den Ausschuss über die Verkehrsprobleme, die bereits heute zu beobachten sind. Schon jetzt sei das Verkehrsaufkommen auf der B96a mit fünf Millionen sowie am Autobahndreieck Waltersdorf mit zehn Millionen Fahrzeugen pro Jahr am Rande des Verträglichen. Mit der Eröffnung des BER im Jahr 2017 würden diese Verkehrswege extrem überlastet sein. Das führe mit Sicherheit zu erheblichen logistischen Nachteilen für die bereits ansässigen Unternehmen. Darüber hinaus wird die zukünftige Entwicklung der Gewerbeflächen in Schönefeld zu neuen Verkehren führen, die bislang noch gar nicht berücksichtigt worden seien.