Kein Tatverdacht

Zeugenaussagen entlasten Bademeister aus Plötzensee

Foto: Soeren Stache / dpa

Nachdem ein Kameruner nahe des Freibads Plötzensee ertrank, wurde der Bademeister verdächtigt, er habe den Mann mit Absicht ertrinken lassen.

Nach gemeinsamen Ermittlungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft den Bademeister des Freibads Plötzensee von dem Verdacht freigesprochen, einen 35 Jahren alten Kameruner mit Absicht ertrinken zu lassen. Laut Polizei habe es keine Anhaltspunkte für ein schuldhaftes Verhalten des Beschuldigten gegeben.

Laut Zeugenaussagen und Ermittlungsergebnissen ist der Bademeister erst zehn Minuten nach dem Ertrinken über den außerhalb seines Aufsichtsgebietes geschehenen Unfall informiert worden. Demnach hatte er keine Möglichkeit mehr, den Ertrinkenden noch zu retten.

Der Kameruner war mit anderen Personen an einer mit Badeverbot ausgewiesenen, umzäunten Stelle gegenüber dem Freibad ins Wasser gegangen. Dort ging der unter erheblichem Alkoholeinfluss stehende Mann, der nicht schwimmen konnte, plötzlich unter und ertrank. Mehreren Zeugen gelang es zwar, ihn aus dem Wasser zu ziehen, die Wiederbelebungsmaßnahmen eines Notarztes waren aber erfolglos.

In mehreren Strafanzeigen wurde dem Bademeister des Freibades Plötzensee unterstellt, er habe den Mann aufgrund einer rechtsextremistischen Gesinnung vorsätzlich ertrinken lassen.