Prozessauftakt

21-Jähriger gesteht Scheren-Attacke auf Berliner Polizisten

Bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt waren im September 2013 zwei Polizeibeamte in Mitte schwer verletzt worden. Der Täter steht wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Nach einer Attacke mit einer Schere auf zwei Polizisten hat ein 21 Jahre alter Mann vor dem Berliner Landgericht die Tat zugegeben.

Er habe sich psychisch in einem Ausnahmezustand befunden, erklärte der Angeklagte am Donnerstag zu Prozessbeginn. Er habe unter Verfolgungswahn gelitten.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Mord aus. Bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt habe der 21-Jährige seine Wohnungstür geöffnet und unvermittelt zugestochen. Zwei Beamte hatten bei dem Angriff am 26. September 2013 in Berlin-Mitte Schnittverletzungen erlitten. Einer von ihnen wurde den Angaben zufolge lebensbedrohlich an der Lunge verletzt.

Am 26. September 2013 waren die beiden Polizeibeamten gegen 16 Uhr per Funk zum Einsatz an den Heinrich-Heine-Platz beordert worden, zusammen mit einer anderen Funkstreifenwagenbesatzung trafen sie kurz darauf am Heinrich-Heine-Platz ein und hörten hinter der Wohnungstür im sechsten Stockwerk ein leises Wimmern. Plötzlich erschien ein 21 Jahre alter Vietnamese an der Tür und ging sofort auf die Polizisten los, zwei von ihnen erlitten Stichverletzungen.

Erst durch die Hilfe zweier weiterer alarmierter Beamter konnte der aggressive Mann überwältigt und festgenommen werden. In der Wohnung befanden sich zwei Frauen, die mit dem Täler verwandt sind. Eine von ihnen war leicht verletzt.

Der Angreifer befindet sich derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus.